Die Wahrheit über den 8. Spieltag

Nur selten war die Liga so ausgeglichen wie in dieser Saison. Jeder scheint jeden schlagen zu können. Beim Wetten auf Wahrscheinlichkeit zu setzen, damit scheint man z.Z. garantiert falsch zu liegen. Auch diesmal gingen die meisten Spiele überraschend aus. Allen voran das glückliche Dortmunder 1:0 gegen den Tabellenführer aus Gladbach. Schon in der 1. Halbzeit lieferte Akanji eine präzise Vorlage für Embolo, die der herausstürzende Bürki nur mit großen Risiko klären konnte, und auch ein weiteres Mal musste Bürki alles aufbieten, um den allein auf ihn zulaufenden Gladbacher Stürmer zu stoppen. Die Dortmunder Abwehr ist so löchrig wie ein Schweizer Käse, die allerdings wieder einmal umgestellt werden musste, weil Favre Hakimi in die Offensive beorderte, wo er weitgehend wirkungslos blieb, weil seine Stärken auf der Außenbahn sind, denn nur wenn Hakimi von hinten Schwung und Schnelligkeit aufnehmen kann, ist er wirklich gegährlich. Der zuletzt ein- und dann wieder ausgewechselte Brandt musste im Sturm ran, weil Alcacer und Götze verletzt sind, alles in allem eine völlig neue Situation und Aufstellung. Zudem fehlten die Ideen und die Genialität Sanchos, der sich nach dem Länderspiel für die Brexit-Briten ein paar Tage frei nahm, bevor er nach Dortmund zurückkehrte. Dann verhinderte Reus gleich zweimal die Führung durch Hazard und Brandt durch Abseitsstellungen, einmal mit der Ferse, von der es nur einen sehr undeutlichen Videobeweis gibt. Immerhin gelang ihm dann doch der Siegtreffer, indem er den Ball Sommer durch die Beine schob. Zumindest hinsichtlich des Glücks war dieser Sieg ein eindeutiger Fortschritt gegenüber den 2:2-Ergebnissen, über die Dortmund in den letzten drei Begegnungen nicht hinauskam. Vor allem im letzten Spiel gegen Freiburg, als die Dortmunder auf Anweisung Favres einen erbärmlichen Angsthasenfußball spielten, der zurecht mit dem Freiburger Ausgleich in den letzten Minuten bestraft wurde, zeigten die Borussen eindrucksvoll, dass sie in diesem Jahr mit Sicherheit eins nicht werden, nämlich Meister. Aber Meister scheint auch sonst niemand werden zu wollen, nicht mal die Bayern, die die 2:2-Tradition der Dortmunder gegen die abstiegsbedrohten Augsburger fortsetzten und dabei wie schon zuletzt gegen Hoffenheim jede Menge Chancen ausließen. Aber im Unterschied zu Dortmund haben die Bayern wenigstens Chancen, was man von Dortmund nicht wirklich behaupten kann. Freiburg hingegen, die dem BVB zumindest einen Punkt abgeluchst haben und ganz vorne mitspielen, verloren aus lauter Angst vor ihrem Erfolg bei Union Berlin, das bislang nur ein Spiel gewinnen konnte, nämlich das gegen Dortmund. Und Wolfsburg hält sehr zäh an seiner Serie fest, nicht zu verlieren, diesmal allerdings sogar in Leipzig, bei denen man zunächst den Eindruck hatte, sie würden der Liga entfleuchen. Es war ein 1:1 der unattraktiven Sorte, ebenso wie das 1:1 der Herthaner bei den ersatzgeschwächten Bremern, die einfach nicht gewinnen können, obwohl es der Trainer seiner Mannschaft und den Fans versprochen hatte. Vielleicht handelt es sich gar nicht um eine Ausgeglichenheit der Liga, sondern nur um eine allgemeine Schwäche, die sie befallen hat, wo die sogenannten Underdogs durch großes Engagement und Kampfeswillen den Favoriten das Leben schwer machen, die Schwierigkeiten haben, sich zu motivieren.

Die Wahrheit über den 6. Spieltag

Der BVB kann nicht mehr gewinnen. Schon zum 3. Mal hintereinander sprang nur ein Unentschieden heraus, dabei hätte man alle drei Spiele eigentlich gewinnen müssen. Zu Hause gegen Barcelona erlaubte sich Reus sogar, einen Elfer zu verschießen, aber während die Dortmunder gegen Barcelona so gut wie nichts zuließen, sah das gegen die Eintracht und Bremen schon ganz anders aus. Sowohl der Eintracht als auch Werder brauchten nicht viele Chancen, um ihre Tore zu machen. Gegen die Eintracht war es noch ein Motivationsproblem, denn im Gegensatz zu den Frankfurtern hatte man bei den Dortmundern nie das Gefühl, dass sie das Spiel wirklich gewinnen wollten. Darauf angesprochen verlor Reus die Contenance, aber es stimmte nun mal leider. Und vor allem wäre die Alternative weit schlimmer, denn dann hieße der Spielverlauf, dass Dortmund einfach nicht mehr drauf hat, obwohl den Frankfurtern noch ein anstrengendes Spiel gegen Arsenal in den Knochen steckte und die Dortmunder zwei Tage mehr Zeit zur Erholung hatten. Davon war aber nichts zu merken, weil die Frankfurter trotz dieser Tatsache mehr rannten und ackerten. Gegen Bremen hingegen versäumten die Dortmunder wieder einmal, aus ihrer Überlegenheit vor allem in der ersten Halbzeit mehr zu machen. Sie hatten Bremen völlig eingeschnürt und trotz des Rückstands durch den ersten Schuss aufs Tor nach einer Kette von verlorenen Zweikämpfen kam man ebenso überraschend nur eine Minute später nach einer Flanke von Piszczek durch einen Kopfball vom Götze zum Ausgleich, der sehr nach einem Stellungsfehler der Bremer aussah. Kurze Zeit später köpfte Reus nach Flanke von Hazard zur Führung ein, woraufhin der Reporter die überaus interessante Information beisteuerte, dass Reus und Götze noch nie im gleichen Spiel je ein Kopfballtreffer gelang. Immerhin war Reus sein 13. Treffer im 13. Spiel gegen Bremen gelungen. Aber wie häufig bei einer Führung versuchte Dortmund das Ergebnis spielerisch zu verwalten, obwohl ein weiterer Treffer ziemlich wichtig gewesen wäre, aber den vergab Dahoud nach glänzender Vorlage durch Götze, weil er an der Zehenspitze des Bremer Torwarts scheiterte. In der 2. Hälfte dann kam Bremen besser ins Spiel, und weil sie nie aufsteckten und immer an eine Ergebniskorrektur glaubten, gelang es ihnen auch. Dem BVB hingegen ging die Dominanz verloren, die in hinreißend anzusehendem Kombinationsfußball bestand, auch weil letztlich zu wenig dabei herauskam. Den Bremern genügte ein Standard, um zum Ausgleich zu kommen. Jetzt hat der BVB nur 11 Punkte von möglichen 18, und da Leipzig zwar nach einem Rotationsexperiment zu Hause gegen Schalke 3:1 verlor, aber die Mitkonkurrenten alle gewannen, ist man jetzt auf Platz 7 abgerutscht. Drei Punkte hinter Bayern, die sich beim Aufsteiger Paderborn zwar schwer taten, aber eben trotzdem gewannen, genauso wie Gladbach, Leverkusen und Wolfsburg. Favre sah nicht sehr glücklich an diesem Abend aus. Er wusste einfach nicht, woran es lag, denn Dortmund ist zwar spielerisch besser, aber es springt einfach nichts dabei heraus.

Die Wahrheit über den 5. Spieltag

Ein Tag, wie für Tipper geschaffen. Selten war es so leicht, den Tippzettel richtig auszufüllen, denn es gab keine Überraschungen, nur die Freiburger haben zu Hause den Sieg verpasst, den man ihnen gegen Augsburg eigentlich zugetraut hätte, den die Freiburger hatten bislang nur ein Spiel verloren und mischten oben mit, während Augsburg ziemlich katastrophal in die Saison gestartet war. Aber diesmal hakte es bei den Freiburgern, vor allem in der Chancenauswertung. In der ersten Hälfte spielten die Freiburger wie ein echter CL-Teilnehmer-Kandidat und gingen folgerichtig auch in Führung, aber den Augsburgern genügte ein schöner Spielzug, um durch den Ex-Freiburger Niederlechner den Ausgleich zu schaffen. Dann verflachte die Partie, weil sich die Augsburger aufs Ergebnis Halten beschränkten und den Freiburgern keine richtig klaren Aktionen mehr gelangen. Sonst verlief in der Bundesliga alles nach Plan. Die Bayern gewannen ganz nach Plan 4:0 zu Hause gegen Kölner, die nur eine halbe Stunde der bayerischen Dominanz widerstanden. Jetzt ist Bayern schon wieder die Dampfwalze, die sie schon seit jeher war. Mit Coutinho zählen sie auch wieder zu den Favoriten der Champions-League, denn mit ihm haben sie einen Weltklasse-Spieler bekommen, der eben den entscheidenden Unterschied machen kann. Dass Barcelona ihn hat gehen lassen, zeigt, dass es nicht reicht, ein Ensemble von Weltklasse-Leuten zusammenzustellen, sondern dass man es versteht, ihre Stärken auch mannschaftsdienlich einzusetzen. Und da scheint der Haussegen bei Barca gerade ziemlich schief zu sitzen, denn nicht nur im Champions-League-Gruppenspiel gegen Dortmund hatte man eine Menge Dusel und war mit einem 0:0 mehr als gut bedient, jetzt verlor man auch noch beim Aufsteiger Granada mit 2:0, und dass trotz Griezmann, de Jong, Messi und Suarez. Die Münchner hingegen wird Coutinho über das Dilemma zu Beginn der Saison hinweghelfen. In der Bundesliga scheint wieder alles nach Plan zu verlaufen. Da hat man es nur mit Leipzig und Dortmund zu tun, wobei sich Dortmund ja bereits einen Ausrutscher leistete. Nur Leipzig hat nun auch in Bremen gewonnen, ohne irgendwie in Bedrängnis zu geraten, Leverkusen siegte trotz katastrophaler Leistung in der Champions-League, die schon fast nach einem Blackout aussah, souverän und standesgemäß gegen chancenlose Unioner, Hertha feiert seinen ersten Sieg gegen die vorher punktgleichen Paderborner und hat jetzt schon vier Punkte. Da gibt es jetzt Zeit, ein bisschen zu spekulieren, ob der weltklasse auftrumpfende Hummels, der gegen Barcelona eine große Partie spielte, nicht doch wieder ein Fall für die Nationalmannschaft ist. Und es ist tatsächlich kaum verständlich, ihn nicht zu nominieren und stattdessen ein paar eher mittelmäßige Spieler aufzustellen, aber ich habe da nichts dagegen. Yogi Löw macht das schon. Vielleicht reicht es ja fürs Ausscheiden, und dagegen hätte ich überhaupt nichts einzuwenden.

Die Wahrheit über den 4. Spieltag

Nach der Blamage vor zwei Wochen bei Union Berlin, wo die Dortmunder einen ziemlich ratlosen Eindruck gemacht haben, als sie einem ständigen Pressing ausgesetzt waren und nach der Devise Favres sich »geduldig« den Ball um den Strafraum zuschoben, aber nie gefährlich zum Abschluss kamen, um sich mit sehenswerten Fehlern auskontern zu lassen, nach diesem Grottenspiel war natürlich »Wiedergutmachung« angesagt. Man munkelte sogar, dass es im Mannschaftsgefüge knisterte, dass Hummels die hierarchischen Strukturen durcheinandergebracht hätte, dass Reus einfach kein Leader sei, was ja auch stimmt, dass Favre nicht unumstritten sei, weil er nicht mit der Leidenschaft ans Werk gehe, die notwendig ist, um junge Spieler begeistern, und stattdessen immer nur »Geduld Geduld« predige, was ebenfalls stimmt. Und deshalb galt es nach der nicht eingeplanten Niederlage gegen einen Aufsteiger mit begrenzten Mitteln gegen Leverkusen die andere Seite des BVB zu zeigen. Und tatsächlich gelang das ganz gut, denn der auf Offensive setzende Bosz, der mit diesem Konzept bislang ganz gute und bessere Ergebnisse als damals in Dortmund erzielt hatte, schaffte sogar den besten Saisonstart seit wer weiß wieviel Jahren. Leverkusen spielte also vor allem in den ersten zwanzig Minuten gut mit und hatte einige Großchancen, die Bellarabi großzügig vertat. Nach einer halben Stunde aber gab es im Zuspiel der Leverkusener ein Missverständnis, so dass sich Hakimi den Ball schnappen konnte, während Bellarabi hinterhertrottete (wofür er eigentlich sofort ausgewechselt hätte werden müssen), sodass Hakimi in aller Ruhe eine wundervolle sanfte Flanke aus dem Halbfeld in den Strafraum chippen konnte, die Alcacer direkt und auf elegante Weise verwandelte. Jetzt fing der BVB an, das Spiel zu dominieren und kurz nach der Halbzeit war es mal wieder der auf der rechten Seite sträflich alleingelassene Sancho, der in den Strafraum laufen und auf Alcacer zurückpassen konnte, der soviel Übersicht besaß, dass er einen Schuss nur antäuschte, der sowieso abgeblockt worden wäre und für Reus durchließ, der unhaltbar in die lange Ecke schoss. Das sah schon alles ziemlich gut aus, und als dann der Glaube der Leverkusener an sich selber schwand und nach dem 3:0 der unauffällig bleibende Havertz ein Frustfoul beging, war klar, das kein Anschlusstreffer mehr fallen würde, sondern höchstens das 4:0, was dann ja auch so war. Ob die Leistung ausreicht, um am Dienstag gegen Barcelona zu bestehen, darf man bezweifeln, aber immerhin war es schon mal ein Anfang. Da Bayern im 4. Spiel bereits das 2. Unentschieden hinnehmen musste, und zwar in Leipzig, die einen optimalen Start hingelegt hatten, konnte sich der BVB wieder vor die Bayern schieben. Leipzig wollte zwar unbedingt gewinnen, aber vor allem in der ersten Halbzeit hatten sie Glück, dass Lewandowski von drei Großchancen nur eine verwertete und ein Elfer nicht gegeben wurde, der zwar tatsächlich keiner war, aber normalerweise sonst immer für Bayern gegeben wird. Und sonst: Hertha verliert in Mainz und hat nur einen Punkt vorzuweisen. Und das Hochrisikospiel Köln gegen Gladbach geht ganz undramatisch 1:0 für die Fohlen aus, also alles so, wie es sein muss.

Die Wahrheit über den 3. Spieltag

Dortmund knüpfte nahtlos an seine Leistung gegen Köln aus der ersten Halbzeit an. Ideenlos, leidenschaftslos, ohne Kampfgeist, und von den sogenannten Leadern Reus und Hummels kaum was zu sehen. Die in den Himmel gelobte junge Mannschaft hielt sich an das Credo ihres Trainers und spielte mit 75 Prozent Ballbesitz geduldig um den Strafraum herum. Man ist immer wieder aufs Neue überrascht, wie wenig Favre in der Lage ist, sich auszudrücken oder auch nur einen klaren Gedanken zu formulieren. Als er nach dem Spiel gefragt wurde, woran es lag, konnte er keine Spielanalyse erstellen, sondern sagte nur, dass man Geduld haben müsse und dass Laufen wichtig sei, weil Union Berlin 7 Kilometer mehr gelaufen war als die Dortmunder, die fast schon aufreizend behäbig spielten. Das Geduldsspiel, dass den Dortmunder auferlegt wurde und dass gegen Köln gerade mal noch so klappte, führte schließlich zu Fehlern der Dortmunder und nicht die Unioner. Vor allem Akanji brillierte als letzter Mann mit einem Stopfehler, indem ihm ein Ball als Vorlage für den Gegner geriet, von dem er sich dann auch noch tunneln ließ. Und auch das 3:1 verdeutlichte, dass die Unioner mit Doppelpass und Direktspiel den Spielwitz hatten, den Dortmund völlig vermissen ließ. Union gab zudem mehr Torschüsse ab als die Schwarzgelben, liefen mehr und holten mehr Ecken heraus. Die anderen Spielwerte, bei denen der BVB haushoch überlegen war, wie Passquote und Anzahl der Pässe, Ballbesitz und Zweikampfquote überließen die Unioner den Dortmundern. Und das ist interessant, denn das verdeutlicht mal wieder, wie wenig mit diesen Werten zu erreichen ist, wenn nicht auch noch Kampfgeist und Siegeswille dazukommt, die die Dortmunder völlig vermissen ließen. Und damit ist ja wohl schon alles gesagt zur vorab bereits vergebenen Meisterschaft, denn Bayern zeigte eindrucksvoll mit einem 6:1 gegen arme Mainzer, wie man Meister wird. Dass es nicht ein vollkommen vergurkter Abend war, lag an Neven Subotic, der in Dortmund die großen Triumphe an der Seite von Hummels feiern durfte und von den Dortmunder Fans immer noch auf rührende Weise verehrt wird. Subotic ist einer der wenigen Fußball-Millionäre, der mit seinem Geld sich nicht nur den neuesten Masserati in die Garage stellt, sondern mit seinem Geld etwas sinnvolles tut, der eine Stiftung gegründet hat, die in Afrika Trinkwasserbrunnen für Dörfer baut und den Bewohnern dort das Überleben ermöglicht. Und gerade deshalb ist es so schön, dass er auch noch als Spieler anderer Mannschaften mit großen Ovationen gefeiert wird und der an den Verein wirklich sein Herz verloren hat und dem man das glaubt, weil es kein bloßes Lippenbekenntnis ist. Schon nach dem 3. Spieltag hat es nur eine Mannschaft geschafft, die neun möglichen Punkte auch einzufahren, nämlich die von allen gehasste Retortenmannschaft RB Leipzig. Das ist bitter, aber sie haben zumindest mit Nagelsmann einen Trainer, der sich artikulieren kann. Und noch zwei Überraschungen: Freiburg, das die zwei Auftaktspiele gewonnen hat, verloren zu Hause gegen Köln, und die Wolfsburger kommen ebenfalls als Heimmannschaft gegen Paderborn über ein Unentschieden nicht hinaus.

Die Wahrheit über den 2. Spieltag

Auf amazon prime gibt es die Serie »Inside Borussia«, um in der Öffentlichkeit die Sympathiewerte zu steigern. Bayern ist da schon abgehängt. Wovon man sich bei der Serie unter anderem überzeugen kann, dass Favre eine völlige Fehlbesetzung ist, wenn es darum geht, die Spieler zu motivieren. Man sieht ihn, wie er sagt, »wir können es schaffen« und man denkt »Aha, wie interessant«. Es kann aber auch an etwas anderem gelegen haben, dass Dortmund in Köln wieder in alte Verhaltensmuster verfiel, die man nach den ganzen Vorschusslorbeeren und den hoch gelobten Neueinkäufen schon gar nicht mehr für möglich hielt. Der FC war natürlich bis in die Haarspitzen engagiert und lief die Dortmunder Verteidiger weit in deren Strafraum an. Das schienen die Dortmunder nicht gewohnt zu sein. Den Ball und damit den Gegner laufen lassen, hatte ihnen Favre eingehämmert mit seiner kleinen geballten Faust, wenn man dazu allerdings keinen Raum hat und man in Zweikämpfe gezwungen wird, denen man unbedingt aus dem Weg gehen wollte, dann schienen die Dortmunder von einer seltsamen Unsicherheit geschüttelt zu werden. Akanji semmelte unerklärlich den Ball ins Aus, Bürki hätte beim Versuch, einen heranstürzenden Düsseldorfer ins Leere laufen zu lassen, fast ein Eigentor fabriziert, die Spieler suchten verzweifelt nach einem freien Mitspieler und Weigl verlor einen Zweikampf nach dem anderen. Alles in allem eine trostlose Veranstaltung, die gekrönt wurde durch ein Tor der Kölner nach einer Ecke. Und das war keinesfalls unverdient. Aber was war mit der Dortmundern los? Hatten sie das Gerede vom kommenden Meister für bare Münze genommen? Wollten sie so körperlos spielen, wie ihnen das die Augsburger ermöglicht hatten? Leider weiß man nicht, was in der Köpfen der Dortmunder vor sich ging, aber nicht mal Sancho machte eine Ausnahme. Erst als Hakimi für Schulz und Brandt für Weigl kamen, bekam das Dortmunder Spiel langsam Konturen, wurden auch mal Zweikämpfe angenommen und kombiniert. Natürlich war es wieder Sancho, der mit einem schönen Linksschuss den Ausgleich schaffte. Die Kölner knickten aber nicht ein, sondern setzten alles auf eine Karte, wurden dann aber nach einer der wenigen tollen Kombinationen schachmatt gesetzt, Pisczcek konnte in Ruhe flanken und Hakimi den Ball per Kopf unter die Latte wuchten. Danach machten die Kölner noch weiter auf und liefen in einen Konter, den wer anderes als Sancho wunderbar vorbereitete, indem er den Ball für Alcacer auflegte. Aber sich immer auf die 2. Halbzeit zu verlassen und den Gegner sich müde spielen zu lassen, ist keine allzu attraktive Taktik, vor allem, weil sie nicht gerade verlässlich aufgeht, aber schön, dass es gegen die Kölner geklappt hat. Dicht auf den BVB-Fersen sitzt Freiburg, die in Paderborn etwas glücklich 3:1 gewonnen haben, Werder konnte auch gegen Hoffenheim nicht gewinnen und verlor nicht nur Eggestein mit einer roten Karte, sondern auch das hin und herwogende Spiel in der 88. Minute durch ein Tor von Bittencourt, Leverkusen zeigte im rheinischen Duell gegen Düsseldorf, wer die Nase vorn hat, und bei Bayern reichte Lewandowski aus, um gegen engagierte Schalker mit 3:0 zu gewinnen.

Die Wahrheit über den 1. Spieltag

Herr Seethaler ist bereits nach dem 1. Spieltag überzeugt, dass der BVB Meister wird. »Ist doch sonnenklar, Dortmund wird Meister.« Ich sollte ihm eigentlich beipflichten, wenn es da nicht die bei Dortmund-Fans eingebaute Skepsis gäbe, die einem sofort tausend Gründe nennt, die dagegen sprechen. Nur, um mal ein paar zu nennen: Immer, wenn ein Verein für die kommende Saison Ambitionen angemeldet hat, ging es in der Regel schief. Zuletzt meldete Stuttgart Ansprüche auf einen internationalen Platz an mit der Folge, dass der Verein schließlich sogar im Relegationsspiel gegen Union das Nachsehen hatte. In diesem Fall, hatte ich zwar nichts dagegen, denn wer kann schon den VfB leiden? Nicht mal eingefleischte Stuttgarter, die was auf sich halten. Die sind nämlich Kickers-Fans. Außerdem liegen noch 33 Spiele vor einem. Und in denen wird es einem nicht so leicht gemacht, wie es die Augsburger (in der letzten Saison noch der Dortmunds Angstgegener) dem BVB gemacht haben, allen voran Torhüter Koubek, der in der ersten Halbzeit noch prima einige gar nicht so einfache Schüsse abgewehrt hat, dann aber in der 2. Hälfte einige Male daneben griff. Und nach dem Augsburg-Treffer nach 31 Sekunden, gelang dem BVB außer dem schnellen Ausgleich, natürlich und fast wie immer nach genialer Vorarbeit von Sancho, erst mal kein Tor mehr, so dass man schon anfing, sich Sorgen zu machen, denn im Prinzip wird das in dieser Saison die Spiele prägen: Totale Blockade gegen kontrollierten Angriff, denn das ist die einzig mögliche Strategie, die den kleinen Vereinen übrigbleibt. Und wenn dem überlegenen Verein keine Tore gelingen, dann kann es eben so ausgehen, wie am Freitag im Auftaktspiel der Bayern gegen Hertha. Dort stand es am Ende 2:2, weil den Herthanern zwei Glückstore gelangen und die Bayern aus ihrer drückenden Überlegenheit eben auch nicht mehr Tore. Aber das ist noch das einzige Spannungselement: Das Glück der schwächeren, bzw. Pech der besseren Mannschaften. Dortmund wird aber von einer Welle der Sympathie getragen, denn endlich soll mal jemand anders Meister werden und nicht zum 8. Mal Bayern, was ja auch extrem langweilig ist. Aber so leicht werden die Bayern nicht aufgeben. Nach dem geplatzten Sane-Transfer, haben sie jetzt Coutinho an der Angel, der sich bei Barcelona nie richtig durchsetzen konnte und nach den spektakulären Transfers der Spanier noch weniger Chancen hat. Perisic allerdings, der bei Juventus keine Chancen mehr hatte, ist nicht gerade der große Fisch. Trotzdem reicht der Kader der Bayern aus, um den Dortmundern mehr als nur Probleme zu bereiten, auch wenn jeder den Westfalen bescheinigt, wie gut und klug eingekauft wurde. Und tatsächlich ist Hazard ein Gewinn, wie alle anderen Neuen auch, Hummels mit seinen präzisen Außenristpässen (auch wenn er hinten nicht immer eine bella figure macht), Julian Brandt, der gleich nach seiner Einwechslung eine sensationelle Flanke aus dem Halbfeld von Witsel direkt zum 5:1 Endstand verwandelte, und der schnelle Nico Schulz, der viel Druck nach vorne zu machen versteht und endlich mal Schmelzer ablöst, der in der letzten Zeit viel zu ideenlos agierte. Aber der Beste ist nach wie vor nicht etwa Reus, sondern Sancho, bei dem es nicht nur eine Augenweide ist, ihm bei seinen Tricks zuzusehen, sondern der bei der Vorbereitung fast aller Treffer beteiligt ist. Okay, vielleicht hat Herr Seethaler ja doch recht. Ich wünsche es ihm. Manchmal sagt er, er ist Bayern-Fan, aber so richtig glaube ich es ihm nicht.

Die Wahrheit über den 34. Spieltag

Die Überraschung ist ausgeblieben, wie schon in England, wo City sich in den letzten beiden Ligaspielen den 1-Punkte-Vorsprung durch zwei Siege nicht mehr von Liverpool nehmen ließ. In Deutschland hätte ein bisschen mehr passieren müssen, aber die Konstellation war im vornherein so unwahrscheinlich, dass nur reiner Zweckoptimismus davon ausgehen konnte, weil man ja als Dortmunder sowieso nichts zu verlieren hatte. Aber schon nach vier Minuten stand es in München 1:0 gegen die Eintracht, die in den letzten Ligaspielen eine Klatsche nach der anderen kassierte und ausgequetscht war wie eine Zitrone, wie Adi Hütter sagte. Der BVB hingegen spielte abwartend, behäbig und auf Ballsicherung bedacht, also nicht schön, während Gladbach durchaus noch an die Chance glaubte, die CL zu erreichen. Das glücklichere Ende der ersten Halbzeit erwischte dann aber Dortmund mit einem umstrittenen Tor durch Sancho nach Vorarbeit von Reus, der den Ball haarscharf am Toraus noch die Mitte flankte. Aber Manuel Gräfe war nicht geneigt, den Ball in vollem Umfang über der Linie gesehen zu haben, wieder so eine Millimeterentscheidung, die umso schwachsinniger ist, je länger sie nachgeprüft wird. Aber nachdem man zweimal jubeln durfte über ein Tor, nämlich nachdem es gefallen war und dann noch einmal, nachdem es offiziell gegeben wurde, lobten die Dortmunder Fans den Videobeweis in höchsten Tönen. Als der Eintracht dann zu Beginn der 2. Hälfte der Ausgleich gelang, keimte noch einmal kurz Hoffnung auf, aber nur für drei Minuten, denn dann legten die Bayern los und kanonierten die Frankfurter in Grund und Boden, bis es schließlich 5:1 stand, als ob die Bayern unbedingt noch am Torverhältnis was drehen wollten. Die Dortmunder spielten in der 2. Hälfte entschlossener und drückten, bis schließlich nach einem Konter Reus nach scharfer Hereingabe von Pulisic auf 2:0 erhöhen konnte. Jetzt war nur noch die Frage, ob der BVB wieder einknicken würde, wie sie das in den letzten Spielen immer gemacht haben, aber vielleicht, weil es um nichts mehr ging, konnten ihnen die Bemühungen der Gladbacher keinen Schrecken mehr einjagen. Immerhin aber ging es noch um einen CL-Platz, den sich die Leverkusener mit einem 5:1-Sieg »auf überschaubaren Niveau« in Berlin sicherten. Hoffenheim hätte mit einem Sieg in Mainz noch in die Euroleague einziehen können und zunächst sah das auch ganz gut aus, denn zur Pause führte Hoffenheim 2:0, aber dann ließ man sich von Mainz die Butter vom Brot nehmen und verschenkte in der Nachspielzeit den sicher geglaubten Sieg mit einem 4:2. Wolfsburg durfte sich in Augsburg gegen eine Mannschaft, bei der es um nichts ging und die wahrscheinlich schon in Urlaub war, mit einem 8:1 wettbewerbswidrig noch auf Platz 6 schießen und darf jetzt wieder in der europäischen Gruppenphase scheitern, was aber nichts macht, weil niemand weder Wolfsburg noch die Gegner angucken will, nicht mal, wenn der Konzern die Getränke zahlen würde, die man beim Gucken verkonsumiert. Immerhin hat der BVB Platz 2 geschafft, und als alten BVB-Afficionado hätte Wiglaf das sehr gefreut. Zumindest das also haben die Schwarzgelben nicht vergeigt.

Die Wahrheit über den 33. Spieltag

»Und Ihr wollt deutscher Meister werden?«, sangen die Fortuna-Fans voller Spott über eine weitere Zitterpartie, die die Dortmunder im eigenen Stadion hingelegt hatten, als die Düsseldorfer in der Nachspielzeit mit einem Spieler weniger noch den 3:2-Anschlusstreffer erzielten, die Dortmunder in ihrer eigenen Hälfte festnagelten und in der allerletzten Minute noch zwei Riesenchancen erspielten. Sogar einen Elfmeter, der allerdings zu Unrecht gegeben wurde, auch wenn sich der Dortmunder Ersatztorhüter Hitz mehr als dämlich dabei anstellte, mussten die Düsseldorfer danebenschießen, um dem BVB zu drei Punkten zu verhelfen. Nein, man kann nicht sagen, dass die Dortmunder diese Partie verdient gewonnen haben, sondern mal wieder unter Beweis gestellt haben, wie unglaublich wacklig und verunsichert sie sind, wenn der Gegner mit Courage, Leidenschaft und Willen auftritt, auch wenn ihre spielerischen Mittel beschränkt sind, was der Fortuna allerdings nicht wirklich anzusehen war, im Gegenteil, hatte man nicht den Eindruck, dass sie spielerisch nicht mithalten könnte. Ihr schnelles und durchaus präzises Konterspiel brachte die Dortmunder ein ums andere Mal schwer in Bedrängnis. Trotzdem sorgten die Dortmunder mal wieder selbst für die gegnerischen Tore. Diesmal war es der für den verletzten Bürki spielende Hitz, der sich an seinem Kollegen ein Vorbild nahm und ebenfalls einen harmlosen Ball durch die Beine rutschen ließ. Und man kann nur froh sein, dass die Saison nächste Woche zu Ende geht, denn man kann z.Z. bei den Dortmundern nur in einer Sache sicher sein, nämlich, dass sie mit haarsträubenden Fehlern hart an der Niederlage arbeiten, was ihnen im Abschlussspiel gegen wieder erstarkte Gladbacher ganz gut gelingen dürfte. Pulisic, neben Delany der einzige Lichtblick in der Dortmunder Elf, wurde verabschiedet, Schmelzer kam in der Nachspielzeit, damit der zuletzt nicht mehr berücksichtigte ehemalige Dortmunder Kapitän sich verabschieden konnte. Es war wie immer ein Drama, aber ein Drama der peinlichen Art, und dass die deutsche Meisterschaft noch nicht entschieden ist, ist nicht dem souveränen Auftreten der Dortmunder zu verdanken, sondern einer fragwürdigen Videoentscheidung aus Köln im Spiel Leipzig gegen Bayern, als wieder mal ein Millimeter-Abseitstor nicht gegeben wurde. Bayern jedenfalls spielte gegen den Tabellendritten aus Leipzig über weite Strecken überlegen und verpasste einige Mal mit dicken Chancen den letzten Punkt, der rechnerisch für die Meisterschaft gereicht hätte. Watzke meinte in der Pressekonferenz, dass jetzt der Druck in München liege, denn die müssten jetzt mindestens ein Unentschieden gegen die Eintracht schaffen, während der BVB befreit aufspielen könne, was sich wie ein Hintertreppenwitz anhörte, denn nichts spricht dafür, dass die Dortmunder im letzten Spiel nicht vor sich hinzittern, und die Bayern gegen die Eintracht kaum Schwierigkeiten haben dürften, denn seit des verpassten Einzugs ins Euroleague-Endspiel gegen Chelsea ist die Eintracht deprimiert und verliert ein Bundesligaspiel nach dem anderen, sogar zu Hause gegen Mainz. Analysten haben schon in Zeiten des 9-Punkte-Vorsprungs den Dortmundern keine großen Chancen eingeräumt, jetzt sind bei Null. Was man vorher auch schon wusste: Hannover und Nürnberg sind abgestiegen, Stuttgart ist in der Relegation. Nur um den letzten CL-Platz rangeln sich noch Gladbach, Leverkusen und Frankfurt. Gladbach konnte mal wieder drei Punkte holen, wenngleich nur beim Club, während Leverkusen nach dem furiosen 6:1 gegen die Eintracht über ein mittelmäßiges 1:1 gegen Schalke nicht hinauskam.

Die Wahrheit über den 32. Spieltag

Die Dortmunder Abwehr ist z.Z. immer für einen folgenreichen Schnitzer gut. Vor allem unter Druck schlingert sie manchmal wie bei schwerem Seegang und man stellt sich unwillkürlich vor, dass es für jede europäische Spitzenmannschaft eine wahre Freude wäre, gegen eine solche indisponierte Abwehr fröhlich Tore zu schießen, die man auch noch geschenkt bekommt. Bis zur 70. Minute machte Werder kaum einen Stich. Der BVB spielte überlegen gegen eine ersatzgeschwächte Bremer Elf. Pulisic, der für die gesperrten Reus und Wolf in die Starelf rückte, nahm sich bereits in der 6. Minute ein Herz und lief einfach in den Strafraum und schob den Ball am Torhüter vorbei ins Netz. Da sah alles noch leicht und schön aus. Und als Alcacer nach Foul an Pulisic den Strafstoß messilike verwandelte, ging bei dieser Überlegenheit, die sich in zahlreichen weiteren Chancen zeigte, kaum einer davon aus, dass noch etwas anbrennen könnte, vor allem als auch nach der Pause die Dortmunder weiter hoch überlegen spielten. Kaum einer rechnete mit den Dortmundern Blackouts, denn sonst wäre das Spiel ja auch nicht wirklich spannend gewesen, und spannend machen es die Dortmunder immer, nur leider nicht zu ihren Gunsten. Schon ab der 60. Minute zeichnete sich ab, dass die Dortmunder, verführt durch ihre Überlegenheit, die Sache nicht mehr so ernst nahmen. Die Spannung war weg und man schien zu glauben, dass man spielerisch und locker wie beim Training den Rest der Zeit über die Runden bringen könnte, vor allem, als das 3:0 durch Alcacer fiel. Aber dann wurde das Tor wegen des berüchtigten Millimeterabseits nicht gegeben. Kurz darauf wurden Möhwald und Pizarro eingewechselt, das Spiel begann langsam zu kippen, und man muss es Favre ankreiden, dass er darauf nicht bzw. zu spät reagierte. In der 70. Minute ließ Bürki dann einen Ball durch die Beine rutschen, was man als sogenannter Top-Torhüter erstmal schaffen muss, und nur weitere fünf Minuten später wollte Akanji unbedingt einen Ball ins Toraus trudeln lassen und stellte sich dabei so ungeschickt an, dass Augustinsson den Ball auf Pizarro zurücklegen konnte, der dann keine Mühe mehr hatte, den Ausgleich zu erzielen. Es mussten erst weitere wertvolle acht Minuten verstreichen, bevor Favre endlich reagierte, bevor er Bruun Larsen für Götze und Dahoud für Delany brachte, um ein bisschen offensiver zu werden. Philipp brachte er erst in der 90. Minute, wenn andere mit einer solchen Auswechslung auf Zeit spielen. Nach dem 2:2 war dann das Spiel offen und spannend, und sowohl der BVB als auch Werder hätten noch den Siegtreffer erzielen können, wobei die Bremer die beste Chance hatten. Aus den letzten vier Spielen hat Dortmund jetzt vier Punkte geholt, ein bisschen wenig für eine Mannschaft, der man immer noch nachsagt, sie spiele um die Meisterschaft, die rein theoretisch noch drin wäre, wenn Bayern aus den letzten beiden Begegnungen nur noch einen Punkt holt, was ebenso absurd ist wie die Annahme, der BVB würde die beiden Spiele gegen Düsseldorf und Mönchengladbach gewinnen. Dass das nicht der Fall sein wird, dafür sorgt die BVB-Hintermannschaft schon selbst auf verlässliche Weise.