Kategorie-Archiv: Blutgrätsche

Die Wahrheit über den 30. Spieltag

Die Hoffenheimer hatten am Freitag abend in Köln mit einem 1:1 die Steilvorlage für den BVB gegeben, um sich wieder auf den 3. Platz vorzurobben. Bei mir löste das allerdings ungute Gefühle aus, denn immer wenn sich so eine Möglichkeit eröffnet, scheint den Dortmundern die Versagensangst im Nacken zu sitzen. Aber auch jenseits solcher Zweifel abergläubischen Ursprungs gab es gute Gründe, nicht im vornherein von einem souveränen Sieg des BVB auszugehen. Zum Beispiel die Aufstellung, in der Durm, der gegen Monaco schon nach einer halben Stunde ausgewechselt werden musste, wieder auf der linken Außenbahn stand, als wäre nichts geschehen. Diese Nibelungentreue zu einem Spieler, der kaum etwas zum Spiel beiträgt, dem kaum etwas gelingt außer Sicherheitspässe zurück, der keinen Zweikampf gewinnt und bei dem man schon froh sein kann, wenn er einen Einwurf herausholt, ist äußerst merkwürdig und kaum dadurch zu erklären, dass Durm seine Position hält. Und da Ginter anstelle von Pisczcek die rechten Seite verteidigte, kann man sich vorstellen, dass sich über diese Bahn so gut wie gar nichts tat. Dafür ließ Tuchel u.a. Kagawa, Aubameyang und Weigl auf der Bank, um sie für das Pokalhalbfinale in München zu schonen, was man für eine übertriebene Maßnahme halten kann, denn dort haben die Dortmunder nun mal nur eine äußert geringe Chance weiterzukommen, und es müsste schon wie vor zwei Jahren noch unter Klopp zugehen, als die Bayern im Elfmeterschießen slapstickhaft alle Schüsse auf grandiose Weise versemmelten, und wo allein die Tatsache, dass die Dortmunder es bis in die Verlängerung geschafft hatten, sich wie ein Wunder ausnahm, und die wiederholen sich bekanntlich nicht. Dennoch starteten die Dortmunder furios, pressten, spielten schnell und beweglich. Aber nur ein Treffer sprang dabei heraus, weil der nächste Saison bei Dortmunder spielende Dahoud Pulisic auf der Strafraumlinie umsäbelte. Reus verwandelte sehr cool und lässig. Aber dann schienen sich alle Befürchtungen zu bestätigen. Nicht nur, dass die Dortmunder ihre Chancen liegen ließen, jetzt wurde auch noch Sahin im Gladbacher Strafraum niedergetreten, ohne dass Schiedsrichter Stark dem eine Bedeutung beigemessen hätte. Er ließ einfach weiterspielen, und erst als Bürki den Ball ins Aus bugsierte, konnte Sahin mit einem Bänderriss am Knöchel vom Platz getragen werden. Allein die Tatsache, dass Strobl auch den Ball getroffen hat, schien es zu rechtfertigen, dass er Sahin eine schwere Verletzung zufügen konnte, ohne dafür belangt zu werden, weshalb Fußball immer mehr zu einer Sportart wird, in der schwere Verletzungen billigend in Kauf genommen werden. Für Sahin kam der völlig unerfahrene Merino, dem prompt ein schwerer Abspielfehler unterlief, der die bis dahin völlig chancenlosen Gladbacher zum Ausgleich verhalf. Als dann noch Schmelzer ein Eigentor unterlief, schienen sich die schlimmsten Befürchtungen zu bestätigen. Aber dann rafften sich die Dortmunder noch einmal auf. Aubameyang gelang 101 Sekunden nach seiner Einwechslung ein Weltklassetreffer und Guerreiro köpfte kurz vor Schluss ins lange Eck. Den lange abstiegsgefährdeten Bremern haben eine beachtliche Siegesserie hingelegt und spielten sich mit vier Toren durch Kruse auf Platz 6, während Mainz mit einem nicht unverdienten 2:2 bei den Bayern im Abstiegskampf gleich zwei Plätze gut machte, wo sich die Mainzer mit Ingolstadt, Augsburg, Wolfsburg und Hamburg, die zu Hause gegen Darmstadt verloren, jedenfalls ein spannenderes Duell liefern als es an der Tabellenspitze der Fall ist.

Die Wahrheit über das CL-Viertelfinale

Nach dem jeweils verdienten Ausscheiden von Bayern und dem BVB aus der Champions-League steht seit 2009 zum ersten Mal kein deutscher Verein im Halbfinale. Rummenigge erwies sich dabei als schlechter Verlierer und gab dem Schiedsrichter die Schuld an der Niederlage gegen Real Madrid, weil er zwei Abseitstore durch Ronaldo gegeben hatte und den chilenischen Irokesen vom Platz gestellt hatte in einer Situation, in der er ausnahmsweise mal nicht Foul gespielt hatte. Genaugenommen hätte Vidal schon viel früher vom Platz gestellt werden müssen, und wenn Real nur die Hälfte der zahlreichen Chancen verwandelt hätte, wäre die Niederlage viel höher ausgefallen. Aber bei den Bayern kann nicht sein, was nicht sein darf, also war der Schiedsrichter schuld, auch wenn beide Niederlagen mehr als hoch verdient waren, denn obwohl der Mann in schwarz einige Fehlentscheidungen traf, so traf er sie nicht nur gegen Bayern, denn auch der Anschlusstreffer der Bayern zum 2:1 war irregulär. Es ist einfach so, dass die Bayern auf eine Mannschaft getroffen sind, die ihnen letztlich sehr ähnlich ist und gegen die der in der Bundesliga immer wieder verfangende Ballbesitzfußball gegen sie selbst gewendet wurde, d.h. sie wurden mit den gleichen Waffen geschlagen, mit denen sie die Bundesliga dominieren. Real war einfach besser, und wahrscheinlich war es diese offensichtliche Tatsache, die Rummenigge von Betrug und Schiebung schwafeln ließ, dabei haben die Bayern schon häufig genug genau davon profitiert und sogar durch krasse Fehlentscheidungen einmal die Champions-League gewonnen. Gegen den BVB. Aber der war diesmal genauso chancenlos gegen Monaco, die als Außenseiter gerade die französische Liga aufmischen und inzwischen kaum mehr als Außenseiter gehandelt werden können. Trotzdem war das Ausscheiden der Dortmunder unglücklich, nicht nur wegen der 3:2-Heimniederlage einen Tag nach dem Anschlag, als man sehen konnte, dass die Dortmunder vor allen in der ersten Halbzeit einfach nicht auf dem Platz waren und krasse Fehler zu einem schnellen 2:0 führten, Fehler, die wahrscheinlich noch aus der Verunsicherung herrührten, die die Explosion hinterlassen hatte. Auch in Monaco saßen die Spieler aus Sicherheitsgründen plötzlich eine halbe Stunde im Bus fest und vermutlich wurden die Traumata wieder reaktiviert, die den Spielern sowieso in den Knochen steckten. Jedenfalls begann die erste Halbzeit ähnlich desaströs wie beim Hinspiel. Die Spieler standen zu weit von den Gegenspielern entfernt, Bürki patzte schon in der 3. Minute, und auch Pisczcek spielte als letzter Mann einem Monegassen den Ball in die Füße. Wären den Dortmundern all die Fehler, die zu Toren führten, nicht unterlaufen, wären sie sogar weiter gekommen, und dennoch waren die Monegassen überlegen und machten im Unterschied zum BVB eben auch keine Fehler. Unter normalen Umständen und mit einer normalen Form, wäre der BVB vielleicht ein ebenbürtiger Gegner gewesen, so aber trug sogar Tuchel seinen Teil zur Niederlage bei, auch wenn er es nicht zugab. Aber dass er schon in der 27. Minute den völlig überforderten Durm, der in einer halben Stunde gerade mal einen Zweikampf gewonnen hatte, durch Dembélé ersetzte, war wie ein Eingeständnis, sich völlig verschätzt zu haben. Aber auch sonst spielten viele Dortmunder einfach das, was sie eigentlich können, wie z.B. Guerreiro, der sonst eine Bank ist, diesmal aber blass blieb, und auch Aubameyang machte keinen Stich gegen die kompakte Defensive der Monegassen. Und schließlich kam auch noch Pech dazu, als Sahin einen Freistoß an den Pfosten setzte. Andererseits gingen auch die Monegassen sehr großzügig mit ihren Chancen um, und deshalb muss man sagen, dass sie nicht nur die glücklicheren, sondern auch die verdienten Sieger waren. Barcelona ist ein weiteres Wunder nicht gelungen, nicht gegen Juve, die die beste Defensive in der CL haben. Auch Atletico ist weiter. Schon wieder ein Endspiel zwischen den Madrider Mannschaften wäre allerdings so langsam etwas öde.

Die Wahrheit über den 29. Spieltag

Fünf Tage nach den Bomben auf den BVB-Bus wissen die Ermittler immer noch nicht, wer hinter dem Anschlag steckt. Inzwischen ist laut Bild auch noch die Wettmafia hinzugekommen, aber aus welchen Gründen? Weil der BVB zu unberechenbar ist? Anders als Bayern? Aber dann müssten die nach dem Unentschieden gegen Bayer auch Ärger kriegen, weil das 0:0 die Wettquoten verdorben hat. Jedenfalls sind den Verschwörungstheorien Türen und Tore geöffnet. Am wahrscheinlichsten sind es die Rechten oder die Islamisten oder sonst irgendein Verrückter gewesen, zwischen denen aber sowieso kaum ein Unterschied besteht, betätigen sich die Islamisten doch als Steigbügelhalter für die AfD, die diese wiederum mütterlich in die Arme nimmt, weil sie weiß, dass sie ohne Islamisten keine Chance hätte. In jedem Fall war der missglückte Anschlag einer mit größtmöglicher Wirkung in der Öffentlichkeit, in der die Moderatoren sehr feinfühlig und mit viel Menschlichkeit endlos plapperten. Die Uefa mit ihrem gnadenlosen Spielplan wurde angeklagt, weil das Rückspiel gegen Monaco einen Tag später angesetzt wurde und damit keine Zeit zur Trauerarbeit bliebe, als ob tatsächlich Leute gestorben wären. Watzke sagte, man hätte sich tatsächlich kurz überlegt, das Spiel ganz abzusagen, aber eben nur kurz, eine reale Option war es nicht. Das Spiel wäre als verloren gewertet worden, und verloren hat das Spiel der BVB dann sowieso, weil Tuchel zunächst eine falsche Taktik gewählt hatte mit Ginter auf der rechten Außenbahn, weshalb die erste Halbzeit auch entsprechend unterirdisch war. Erst in der zweiten Hälfte kam mit Sahin und Pulisic Schwung in die Partie. Vermutlich wäre das Spiel auch ohne Anschlag so verlaufen, denn wenn der Schiedsrichter ein Abseitstor gibt, dann hat das wenig damit zu tun, dass Spieler mental nicht auf der Höhe sind. Und katastrophale Abspielfehler wie der von Pisczcek auf Sokratis sind den Dortmundern auch schon unter Normalbedingungen unterlaufen. Es ist schwer zu sagen, welche Folgen ein solcher Anschlag auf das Nervenkostüm des einzelnen hinterlässt, spätestens gegen Frankfurt jedoch standen keine Nervenbündel auf dem Platz, sondern mit dem einige Spiele verletzten Reus auch jemand, der sofort Schwung in die Partie brachte, als ihm in Zusammenarbeit mit Pulisic gleich in den 2. Minute ein Traumtor gelang. Und auch Sokratis und Aubameyang nach einem sensationellen Pass von Sahin auf Dembélé steuerten wunderschöne Treffer bei, aber trotzdem war die Eintracht keinesfalls unterlegen, sondern hatte durchaus Chancen, und hätte es am Ende ein Remis gegeben, hätten sich die Dortmunder nicht beschweren können. So hat man wenigstens nicht den Anschluss zu Hoffenheim verpasst, die in einem nicht minder rasanten Spiel gegen Mönchengladbach mit 5:3 gewannen. Und auch Leipzig gab sich keine Blöße und gewann gleich 4:0 gegen Freiburg. Im Kampf um den Relegationsplatz hat Ingolstadt einen herben Rückschlag erlitten, weil man gegen die Mitfavoriten um den Abstieg Wolfsburg 3:0 verlor, während Mainz und Augsburg gewannen.

Die Wahrheit über den 28. Spieltag

Tuchel analysierte das Spiel seiner Elf in München als vollkommen chancenlos, nie hätte der BVB Zugriff auf das Spiel gehabt, und nur einem BVB mit einem guten Tag und in guter Form mit allen Spielern an Bord, wie den verletzten Reus, Weigl und dem zuletzt starken Kagawa, hätte es gelingen können, den Bayern etwas entgegenzusetzen. So aber wären die Dortmunder meistens hinterhergelaufen, waren zweikampfschwächer und immer etwas zu spät. Das ist natürlich richtig, auf der anderen Seite hätte sich Tuchel mit der Mannschaft, die ihm zur Verfügung stand, vielleicht auch mal etwas anderes probieren müssen. So stand Schmelzer auf der linken Seite völlig allein gegen Robben, der immer mit Tempo den Dortmunder Kapitän anlaufen konnte und mit der einzigen ihm zur Verfügung stehenden, aber effektiven Finte nach innen den Abschluss suchte, was dann in der 49. Minute zum 3:1 führte, womit die Partie kurz nach der Halbzeit entschieden war. Wie man Robben und Ribéry aber schachmatt setzt, hatte Klopp in den Meisterjahren bewiesen, als man die Flügelzange der Bayern doppelte und die beiden wenn möglich gar nicht erst die Zeit hatten, den Ball anzunehmen. So aber ließ Tuchel Robben und Ribéry jede Menge Raum, den die natürlich zu nutzen wussten. Tuchel, dessen taktische Variabilität gerühmt wird, setzte auf das Konzept einer Dreierkette, die durch die Außen notfalls zu einer Fünferkette ergänzt werden konnte. Aber so richtig funktioniert hat das schon in den letzten Spielen nicht. Vor allem war klar, dass der BVB nicht wie gegen viele andere Bundesligamannschaften seinen Ballbesitzfußball würde etablieren können, denn dafür ist Bayern zu stark und zu präsent und spielt ihnen zudem in die Karten. Vielleicht hätte eine andere Taktik den Dortmundern auch nichts genutzt, aber dass mit der herkömmlichen Taktik mit diesem zur Verfügung stehenden Mannschaftskader kein Blumentopf zu gewinnen war, ließ sich jedenfalls ziemlich leicht voraussehen. Aber vielleicht wollte Tuchel keine Experimente eingehen, weil er in seinem ersten Spiel gegen die Bayern damit baden gegangen war. Die Niederlage ist jedoch leicht zu verschmerzen und es würde völlig reichen, wenn man dafür das Halbfinale der CL gegen die Bayern gewinnt, die den Dortmundern dann drohen, falls sie Monaco schlagen, was nicht ausgemacht ist. Für Tabelle ist die Pleite unerheblich, weil man den 4. Platz ziemlich sicher hat, und nach der Niederlage der Hoffenheimer in Hamburg ist der Kontakt auf einen Platz weiter vorn noch da. Leipzig hat zwar mit einem glücklichen Tor in der 93. Minute sich gegen Leverkusen durchsetzen können, aber gegen eine Mannschaft, die sich gerade in der Krise befindet, nur mit Glück zu gewinnen, ist nicht gerade eine tolle Leistung. Mainz befindet sich gerade mit der fünften Niederlage in Folge im freien Fall, weil man auch bei den starken Freiburgern in einem umkämpften und unansehlichen Spiel nicht zu einem Tor kam. Langsam rückt den Mainzern Ingolstadt auf dem Pelz und nach oben leisten ihnen nur noch die Wolfsburger enge Gesellschaft, die auf Schalke hoffnungslos unterlegen waren.

Die Wahrheit über den 27. Spieltag

Mit dem HSV stand der Angstgegner des BVB auf dem Rasen, diese unangenehme Kloppertruppe, die nur Grätschen, Ackern und Foulen kennt und der ein schönes, elegantes Spiel fremd ist. Aber auch wenn der HSV in der Foulstatistik souverän mit 12:6 führte, waren es immerhin nicht die weit über 20 Fouls, die der BVB sonst erleiden muss, so dass das Spiel insgesamt relativ fair und ohne größere Verletzungen verlief. Wieder glänzte der BVB mit einer riesigen Zahl vergebener Chancen und das bereits in der 13. Minute durch Castro erzielte direkte Freistoßtor verlieh alles andere als Sicherheit. Es war Castros erster gelungener Versuch in seiner Karriere, und dieser Schuss war nicht gerade unhaltbar, weil Rene Adler auf einen Ball ins lange Eck spekuliert hatte. Immerhin überhaupt einmal ein direktes Freistoßtor. Die Hamburger waren zwar in fast allen Belangen unterlegen, aber sie fügten sich nicht in die Rolle des Unterlegenen, sondern suchten ihr Glück auch vorne in der nicht allzu abwegigen Annahme, dass man ja selber auch ein Tor erzielen kann, wenn es schon die Dortmunder nicht tun. Und Chancen hatten die Hamburger, aber offenbar hatten sie sich ein Beispiel am Gegner genommen. Der amerikanische Stürmerstar Wood sorgte zwar für Unruhe, vergab aber wie Aubameyang auch alleinstehend vor dem Torhüter. Das Spiel war ein ständiges Auf und Ab, rief ein ständiges Wechselbad der Gefühle hervor, und mit jeder neu vergebenen Chance ging einem langsam die Luft aus. Die Dortmunder machten es bis zum Schluss spannend, aber bevor wieder eine Diskussion anfangen konnte darüber, ob Aubameyang nun an einer Torblockade leiden würde, stürmte er nach feiner Vorlage von Kagawa einfach auf und davon und machte in der 92. Minute dann doch noch den ersehnten Treffer, den alle von ihm erwartet hatten. Mit dieser Leistung allerdings haben die Dortmunder in München wenig Aussichten, auch nur einen Punkt mitzunehmen, vor allem, weil sich Bayern nach dem 1:0 in Hoffenheim keine zweite Niederlage in Folge leisten kann. Und Bayern war ja auch nur in der ersten Halbzeit schlecht, in der 2. Hälfte hatte Hoffenheim Glück, dass auch Bayern verschwenderisch mit seinen Möglichkeiten umgehen kann, wie um zu beweisen, dass dies kein Alleinstellungsmerkmal der Borussen ist. Und wenn Hoffenheim dann weiter gewinnt, kann sich der BVB schon mal mit dem 4. Platz abfinden, denn auch Leipzig scheint sich wieder gefangen zu haben, bzw. das Glück wiedergefunden zu haben, denn in einer heiß umkämpften und hart geführten Partie in Mainz waren sie die coolere und abschlusssicherere Mannschaft, was schade ist, denn Mainz war die bessere und sympathischere Mannschaft sowieso. Bremen hingegen hat einen Lauf, fertigt wie nebenbei Schalke mit 3:0 ab und setzt sich nicht nur von den Abstiegsrängen ab, sondern kann sogar nach oben schielen, denn zu den internationalen Rängen sind es nur 5 Punkte, zu den Abstiegsrängen allerdings auch nur 6, was zeigt, wie dicht die Liga zusammengerückt ist, sieht man von den ersten vier Plätzen ab.

Die Wahrheit über den 25. Spieltag

Der BVB war die einzige Bundesligamannschaft, der ein Spiel unter der Woche in den Knochen steckte und bereits drei Tage danach wieder auflaufen musste. Das Pokalnachholspiel gegen den Drittligisten Lotte wurde zwar standesgemäß mit 3:0 über die Bühne gebracht, aber die Dortmunder mussten einiges aufbieten, um die mit robusten Mitteln zu Werke gehenden Mannschaft zu bezwingen, und man konnte auch nicht einfach einen Gang runterschalten, weil es lange Zeit 0:0 stand. Bei ähnlichen Gelegenheiten sah der darauf folgende Bundesligaalltag zumeist eher trist aus. Ich erinnere mich mit Grausen an Darmstadt, der gegen den BVB völlig verdient gewann. Und diesmal kam der Tabellenvorletzte Ingolstadt, und auch diesmal wurde es ein zähes Spiel. Und nicht nur das, es wurde das schlechteste Spiel der Dortmunder in dieser Saison, nur machten sie es diesmal wie die Bayern, die auch solche Spiele irgendwie gewinnen. Dieses Irgendwie allerdings hatten sich die Ingolstädter selbst zuzuschreiben, denn sie vergaben alle Chancen, die die Dortmunder ihnen großzügig einräumten, und sie vergaben sie kläglich. Der BVB spielte nicht überragende, aber doch ganz lebendige fünfzehn Minuten zu Beginn, und in dieser Zeit gelang ihnen nach dem einzigen sehenswerten Angriff nach genialem Pass von Kagawa auch Schmelzer, dessen etwas zu sehr in den Rücken gespielte Flanke von Aubameyang auf erstaunliche Weise verwandelt wurde. Danach passten sich die Dortmunder dem Ingolstädter Spiel an und schlugen einfach lange Bälle nach vorne, im Unterschied zu Ingolstadt kamen die langen Bälle der Dortmunder aber so gut wie nie an, während die Ingolstädter den Dortmundern keinen Raum gaben, ihr Spiel aufzuziehen. Unter diesem Druck wirkten die Dortmunder merkwürdig verunsichert, und nach solchen Spielen fragt man sich immer, wie der BVB gegen internationale Spitzenmannschaften bestehen kann. Natürlich fehlten den Dortmundern einige wichtige Spieler, wie der gesperrte Dembélé und der verletzte Marco Reus, aber eigentlich besitzt der Verein genügend großartige Spieler, um auch mit einer kompletten B-Elf gegen eine Mannschaft wie Ingolstadt zu gewinnen, ohne auf deren Hilfe angewiesen zu sein. Solche Spiele werden als Arbeitssiege betrachtet, in Wirklichkeit hatte man einfach Glück. Und dieses Glück hatte man dringend nötig, denn auch die dem BVB im Nacken sitzenden Hoffenheimer gewannen ihre Partie in Leverkusen mit 1:0. Das Ergebnis war zwar genauso knapp, aber Hoffenheim spielte besser, und musste das auch tun, denn Leverkusen hielt durchaus dagegen. Wenigstens verlor die Hertha in Köln mit 4:2 und liegt jetzt schon sechs Punkte hinter den Dortmundern zurück, was ein angenehmes Polster ist. Modeste steuerte für Köln gleich drei Tore bei und überholte jetzt mit 22 Treffern sogar Lewandowski im Duell der Torjäger. Am schönsten war zweifellos das Ergebnis in Bremen, weil Werder mit 3:0 Leipzig eine unverhoffte Niederlage beibrachte, wodurch sich der Abstand zum BVB auf drei Punkte verringerte. Könnte sein, dass sie jetzt langsam nervös werden.

Die Wahrheit über den 24. Spieltag

Ein paar Fragen an Tuchel stellen sich am Ende der Niederlage der Dortmunder bei der Hertha dann doch. Wenn er schon Dembelé und Pulisic auf die Bank setzt, um ihnen eine Pause zu gönnen, warum tut er das nicht am Dienstag im Pokalspiel gegen Lotte? Warum in Berlin, müsste er doch wissen, wie unangenehm die Hertha schon immer gegen den BVB war? Und darüber sollte auch die 1:0-Niederlage der Berliner zuletzt gegen Hamburg nicht hinwegtäuschen. Und warum vertraute er Schürrle und Durm, die jede Durchschlagskraft vermissen ließen? Und warum brachte er Dembelé und Pulisic erst 15 Minuten vor Schluss und nicht schon eine halbe Stunde früher? Und warum setzte er Ginter ausgerechnet in diesem wichtigen Spiel zentral in die Abwehr, lässt er ihn doch sonst kaum spielen? Und weil Ginter eben die Spielpraxis fehlte, unterliefen ihm gleich die zwei entscheidenden Fehler, die zu den beiden Treffern der Berliner führten. Und das betrifft nur die Personalien, auch das ungewohnte Spielsystem des 3-4-1-2, das Tuchel verordnet hatte, ist bei einer Mannschaft nicht unproblematisch, die nicht nur so noch nie gespielt hat, die dieses Spielsystem mit Leuten umsetzen musste, die wie der nur selten eingesetzte Kagawa auf einer zentralen Position umsetzen sollte. Es war, als wollte Tuchel Ginter und Kagawa einen Denkzettel verpassen, als wollte er ihnen sagen: Ihr beschwert Euch, dass Ihr nicht so oft eingesetzt werdet, aber wenn ich Euch spielen lasse, verliert Ihr. Kann sein, dass ich völlig daneben liege, aber das ist eben der Eindruck, der sich ein wenig aufdrängte. Auch die für einen Außenstehenden völlig sinnlose Hereinnahme des Mittelfeldspielers Merino für Schürrle, als ob Tuchel zum Schluss ein bisschen auf Zeit spielen wollte, gab Rätsel auf. Dennoch schlug sich Dortmund gut und setzte die Hertha vor allem in der 2. Hälfte unter Druck, aber genau in dieser Phase setzte Weiser zu einem Sprint an, den Ginter nur ungeschickt an der Strafraumgrenze zu stoppen wusste. Dass Plattenhardt den Ball mit Wucht zwar, aber eben doch in die Torwartecke drosch, lässt vermuten, dass auch Bürki nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Für nicht wenige Torhüter wäre das keine unlösbare Aufgabe gewesen. Und schließlich kam dann noch die miese Nummer von Weiser hinzu, der nicht nur den Ball wegschlug, sondern sich dann auch noch theatralisch am Boden wälzte, als hätte ihn ein Elefant getreten. Irgendwie war das eine unnötige und ärgerliche Niederlage, aber nicht so ärgerlich wie zu Hause gegen Wolfsburg zu verlieren, wie das den Leipzigern passierte. Oder die 3:0-Niederlage der Eintracht in München, obwohl die Frankfurter in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft war und einige hochkarätige Chancen liegen ließ, während den Bayern die Tore einfach so gelingen, was nur den Ex-Dortmundern zu verdanken ist, Lewandowski, der zwei Tore erzielte, und Hummels, der eine 100-prozentige der Eintracht vereitelte. Jetzt hat Dortmund die Chance liegen lassen, Leipzig bis auf drei Punkte auf den Pelz zu rücken und muss jetzt aufpassen, dass sie nicht von Hoffenheim überholt werden.

Die Wahrheit über den 23. Spieltag

Gegen Leverkusen zu spielen ist alles andere als ein Selbstläufer für Dortmund, denn gerade wenn die Bayer-Elf eine grottenschlechte Phase wie zuletzt hat, steigt sie gegen den BVB gern wie Phönix aus der Asche und steht plötzlich tiptop auf dem Platz. Und ein weiteres schlechtes Omen war das Unentschieden der Leipziger am Vortag in Augsburg, denn auch bei einer solchen Steilvorlage nahm sich die Dortmunder Elf in der Regel eine Auszeit. Aber diesmal war alles anders. Leverkusen war zwar nicht schlecht, wie der Trainer Schmidt seinem Team konzedierte, das Team kombinierte gefällig, aber nicht wirklich durchschlagskräftig. Und sie wollten durch hohes Pressing die für diese Taktik anfällige Dortmunder Abwehrreihe verunsichern, was ihnen jedoch kaum gelang. Es war wieder einmal Dembelé, der nicht zu stoppen war, der den Gegner schwindlig spielte und immer für Gefahr sorgte. Ihm zuzusehen ist einfach zauberhaft, und zusammen mit Reus und Aubameyang kann es dieses Trio sogar mit Messi, Neymar und Suarez von Barcelona aufnehmen, oder mit Madrids Sturmtrio. Aber auch das Zentrum mit Castro und Guerreiro ist so einfach nicht zu toppen. Der einzige, der da nicht so ohne weiteres hineinpasst ist Durm, auch wenn er in diesem Spiel sogar eine Torvorlage lieferte. Leverkusen versuchte es wieder mit üblen Fouls den Dortmundern den Schneid abzukaufen. 20:7 stand es am Ende in der Foul-Statstik. Und diese Fouls hatten es in sich. Musste schon in der ersten Halbzeit Aranguiz ausgewechselt werden, weil er rotgefährdet war, erwies sich der für ihn eingewechselte Bellarabi als noch gefährlicher für die Unversehrtheit der Dortmunder Spieler, und dass er nicht gelb-rot bekam, war einzig der Ansicht des Schiedsrichters zu verdanken, die er exklusiv für sich hatte. Auch wenn es am Ende 6:2 stand, war die Partie lange Zeit offen, vor allem, weil Aubameyang ein Riesenchance zum 3:0 ausließ. Damit wäre das Spiel entschieden gewesen, so aber ließ man die Leverkusener noch einmal herankommen durch ein Tor von Volland, bei dem Sokratis nicht gut aussah. Und nach dem 3:1 durch Aubameyang rückten die Leverkusener dem BVB wieder mit einem Freistoßtor auf die Pelle, aber nach dem 4:2 durch Pulisic war der Drops gelutscht, Leverkusen brach ein, entnervt durch die schnelle Spielweise, auf die sich der im Sommer zu Dortmund wechselnde Toprak schon mal freuen kann, der, wie man leider zugeben muss, Aubameyang ziemlich gut im Griff hatte und auch keinem Laufduell aus dem Weg ging. Jetzt sind die Dortmunder bis auf sechs Punkte an Leipzig herangekommen. Das ist kein uneinholbarer Vorsprung, aber Leipzig macht einen zu gefestigten Eindruck, als dass sie sich den 2. Platz wieder abnehmen lassen werden. Viel gefährlicher für den BVB ist da Hoffenheim, die nur zwei Punkte hinter Dortmund stehen, während die anderen Verfolger, außer vielleicht Hertha, wohl kaum eine Rolle spielen werden für die CL-Plätze. Schon gar nicht die Schalker, die gegen Gladbach untergingen und jetzt auch noch in der Euroleague gegen die beste Rückrundenmannschaft antreten müssen.

Die Wahrheit über den 22. Spieltag

Freiburg hatte oft genug gezeigt, was in der Mannschaft steckt, als dass man sich keine Sorgen um Dortmund hätte machen müssen, vor allem, seit die Borussen wie eine Wundertüte spielt: Man weiß nie, was zum Vorschein kommt. Immerhin hatten die Freiburger den Bayern ein 1:1 abgetrotzt und in einigen Spielzügen wussten die Freiburger auch spielerisch durchaus zu überzeugen. Mit nur acht Fouls begingen sie zwei weniger als die Dortmunder. Und das muss man den Freiburgern hoch anrechnen, und dass sie nicht einfach durch Fouls das gegnerische Spiel zerstören wollten. Trotzdem trafen sie diesmal zu ihrem Pech auf eine glänzend aufgelegte Dortmunder Elf, die zwar immer noch jede Menge Chancen vergab, aber die deshalb nicht aufsteckte und immer neue kreierte, einmal sogar im Dreierpack kurz hintereinander. Und das Schöne war, dass alle Dortmunder sich bemühten, den zutiefst deprimierten, weil vor dem Tor unglücklichen Aubameyang wieder auf die Beine zu helfen. Alle schienen darauf bedacht zu sein, ihm verwertbare Vorlagen zu liefern, aber in der ersten Hälfte waren es trotz aller Bemühungen wieder Pleiten, Pech und Pannen, und nur Sokratis sorgte nach Freistoßflanke von Guerreiro mit einem Kopfballtreffer dafür, dass die Dortmunder nicht verkrampften, wie man das in dieser Saison schon häufiger erlebt hatte. So stand es zur Pause nur 1:0 und Fußballexperten hatten schon wieder das Spiel gegen Mainz vor Augen, als den Mainzern ähnlich chancenlos wie Freiburg aus dem Nichts der Ausgleichtreffer gelang. Ein Tor reicht eben oft nicht aus, vor allem, wenn man weiß, dass die Dortmunder Abwehr immer für einen Gegentreffer gut ist. Aber dann umspielte Reus mit einem Beinschuss an der Torauslinie seinen Gegner und schoss scharf in die Mitte, wo Aubameyang souverän und lässig den Fuß hinhielt, als ob er nie etwas anderes gemacht hätte. Und auch Durm, der ansonsten blass wie immer spielte, gab in aussichtsreicher Position, in der er selbst hätte schießen können, zu Aubameyang, bei dem nun endlich der Knoten geplatzt war. Die Dortmunder Offensive war sehr beeindruckend. Das gab auch Streich zu, der die Niederlage auf seine Kappe nahm, weil er seine Mannschaft zu offensiv eingestellt hatte. Aber ich bezweifle, ob eine defensivere Aufstellung Dortmund an diesem Tag hätte stoppen können. Leider hat auch Leipzig wieder gewonnen, und zwar ziemlich souverän gegen Kölner, die ja immerhin zu den Anwärtern auf einen internationalen Platz gehören. Acht Punkte Vorsprung zum BVB sind nicht wenig und es sieht nicht so aus, als ob Leipzig noch einen ernsthaften Leistungseinbruch befürchten müsste. Die Bayern hatten leichtes Spiel gegen den HSV, der schon immer ein gern gesehener Gast waren, um einen neuen Torrekord aufzustellen. Das gelang zwar mit 8:0 nicht ganz, aber Lewandowski konnte seine Torbilanz aufpolieren, und auch insgesamt dürfte das den Bayern geholfen haben, die eher durchwachsenen Leistungen seit Anfang der Rückrunde zu vergessen. Die Eintracht, »die Treter-Truppe Nummer eins«, wie vom eigenen Trainer Kovac bestätigt wurde, verlor das dritte Spiel hintereinander und verliert so langsam den Anschluss nach oben. Und Roger Schmidt könnte einer der nächsten Trainer sein, der entlassen wird, denn auch wenn die Niederlage gegen Atletico Madrid noch durch ein aufregendes und toll anzusehendes Spiel gemildert wurde, zeigte sich Leverkusen zu Hause gegen Mainz wieder von seiner Schattenseite.

Die Wahrheit über den 21. Spieltag

Die leere Südtribüne Die leere Südtribüne war an diesem Spieltag die Hauptattraktion. Und vielleicht war das ja doch keine so schlechte Entscheidung des DFB, denn vielleicht geht den 24500 Fans, die nicht den ca. 500 Hooligans angehören, ja ein Licht auf und wirken auf diese Leute ein bisschen ein, wenn sie selbst unter deren schwachsinnige Aktionen zu leiden haben, so jedenfalls ein Kenner der Szene aus Dortmund. Da der Hooligans aggressiv und geschlossen auftreten, hatten sie bislang auch wenig zu befürchten, aber das Interessante war ja, dass sie mit den Transparenten über die gesamte Südtribüne verteilt waren und die restlichen 24500 Leute sich das gefallen ließen und kein einziges der Transparente entfernt wurde, weil es den Leuten nicht passte, oder ist es tatsächlich so, dass die Südtribüne den Hooligan-Block nicht nur toleriert, sondern ihn auch noch irgendwie gut findet? 88 Personen wurden inzwischen identifiziert und mit einem Stadionverbot belegt. Und ich wette, dass man keinen von denen bemitleiden muss. Dabei geht es nicht darum, sich mit jedem anderen Verein in friedlichen Koexistenz zu befinden, aber man wird das Gefühl nicht los, dass die Parolen und Spottgesänge früher ein bisschen origineller waren als »Bullen schlachten«, und wehmütig erinnert man sich selbst an so schlichte Gesänge wie »Mario Basler du bist ein ganz großes Arschloch« nach der Melodie von »Guantanamera«. Da Dortmund z.Z. wie eine Wundertüte spielt, man also nie weiß, was drin ist, konnte man auch gegen Wolfsburg gespannt sein, aber Wolfsburg erfüllte alle Voraussetzungen an einer Schlaftablettenmannschaft, die die Dortmunder nicht in ihren Kreisen störte. Das war schön für die Dortmunder, die allerdings trotz des am Ende deutlichen 3:0 fast an ihrer mickrigen Chancenverwertung gescheitert wären, denn Gelegenheiten, das Ergebnis zu erhöhen, hatten sie gut dreimal so viel. Man of the match war Piszczek, der mit seinem 5. Tor inzwischen zum torgefährlichsten Verteidiger der Liga avancierte und der auch noch die beiden anderen Treffer vorbereitete. Viel zu spät wurde dann noch Kuba eingewechselt, allerdings bei Wolfsburg, und von den Dortmunder Fans wie ein verlorener Sohn gefeiert. Das war wieder mal eine Situation, bei der manche wieder wussten, warum man Fan der Schwarzgelben ist. Und Bayern ermogelte sich in Berlin einen Punkt. In der 6. von den fünf Nachspielminuten erzielte wer sonst als Lewandowski den Ausgleich, was zum einen zeigt, dass die Schiris inzwischen so lange nachspielen lassen, bis die Bayern den entscheidenden Treffer erzielen, und zum anderen, dass die Bayern eben nichts wären, wenn ihnen nicht Ex-Dortmunder den Arsch retten würden. Allerdings muss man deshalb auch nicht traurig sein, wenn man weiß, wie prollig-fies der Herthaner spielen, wenn es ums Ergebnishalten geht, und wie nicht minder fies sich deren Fans aufführen, die Ancelotti bespuckten, so dass der ihnen den Stinkefinger zeigte, und wenn das ein gutsituierter, höflicher, ruhiger und in sich ruhender Italiener tut, dann kann man ermessen, wie schlecht sich einige Leute da benommen haben müssen.