Archiv für den Monat: Januar 2008

Wowereit, Klaus

Der Mann, von dem alle Schwiegermütter träumen, weil sie für Lausbubencharme halten, was Wowereit sich selbst verordnet hat: Ein chinesisches Grinsen als Mittel der Politik, um den Anschein zu erwecken, der im Dreck festsitzende Karren der Berliner Politik und Schulden ließe sich da schon irgendwie wieder herausziehen. Und genau darauf fußt auch der Erfolg seiner Politik: So zu tun, als ob. Man könnte auch sagen: Zur virtuellen Welt, in die sich immer mehr Menschen verabschieden, macht Wowereit die entsprechende virtuelle Politik. Er betreibt die Simulation von Politik. Das Schöne aber ist, daß er es nicht weiß.In seinen gerade erschienenen Memoiren »…und das ist auch gut so« erweist sich Wowereit als erstaunlich schlicht. Er freut sich darüber, daß er sein »Hobby zum Beruf« machen konnte, und »wenn alles schief gehen würde, hatte ich noch meinen Wiedereinstellungsanspruch als Regierungsrat.« Vollkaskodenken geht da eine komische Koalition mit der Unfähigkeit ein, dieses Denken wenigstens richtig auszudrücken. Denn: Nach »wenn« nie »würde«. Mit einer von Harry Rowohlt erfundenen Ausnahme: »Wenn Würde töten könnte.« Kann sie aber nicht, schon gar nicht Wowereit, der vermutlich gar nicht weiß, was das ist.In einer Zeit, in der Politik als Show begriffen und inszeniert wird, ist Wowereit genau der richtige Mann, der den Erfolg seines Tuns an den Schlagzeilen in der Presse mißt. Stolz ist in dem Buch das Titelblatt der »Time« abgebildet, auf dem Wowereit zu sehen ist, und Wowereit läßt es auch nicht unerwähnt, daß er es sogar in die »New York Times« geschafft hat, aber gern wird auch die »BZ« und die »Bild« genommen. Das ist die Bestätigung für ihn, daß es ihn gibt.Auf der anderen Seite ist Wowereit erbost über die Journalisten, die ihren Beruf auch nicht anders betreiben als er den seinen und ihn nur als Showmaster, nicht aber als ernsthaften Politiker wahrnehmen, während er Reporter anrufen läßt, um ihnen mitzuteilen, »dass da noch etwas käme, was seiner Geschichte womöglich noch etwas mehr Süffigkeit verleihen würde«, als es um sein Outing als Schwuler ging. Die Symbiose ist perfekt, aber wenn die von ihm angelockten Fliegen lästig werden, dann ist er menschlich schwer enttäuscht. Dann prangert er den »Kampagnen- und Hinrichtungs-Journalismus« an, weil er nicht »fair behandelt« wird, während Sabine Christiansen doch schon allein deshalb über allen Verdacht steht, weil sie immer wieder »Einschaltquoten von über fünf Millionen« holt, ein Argument der besonderen Güteklasse, demzufolge auch ein Kindermörder über jede Kritik erhaben wäre, schafft er doch eine noch höhere Einschaltquote.Aber einem Mann, der durch einen Satz wie »Ich bin schwul, und das ist auch gut so« berühmt wurde, ist sowieso nicht zu trauen. Jedenfalls, wenn er nur aufgrund dieser eher banalen Präferenz plötzlich von der dummen Christiansen eingeladen wird und vom ekligen Beckmann, die ihn alle wegen seines angeblichen Mutes lobten, während Wowereit gar nichts anderes übrig blieb, als in die Offensive zu gehen, denn die Boulevardzeitungen hätten die Sache sowieso breit getreten. »Noch eine Woche vorher wäre ich stolz gewesen, bei Christiansen überhaupt auf die Liste für Reserve-Gäste zu kommen«, schreibt er, und nun schien das Bekenntnis, schwul zu sein, plötzlich ausreichend, um als Berlins Bürgermeister qualifiziert zu sein.Dennoch wollte Wowereit seinen Freund »aus der Öffentlichkeit heraushalten«, denn möglicherweise hätte der ihm die Show gestohlen. Wowereit schreibt: »Es war am Anfang nicht einfach, ihn davon zu überzeugen. Aber wir haben es bis heute durchgehalten, daß er keine eigenständigen Interviews gibt.« Das ist nett gesagt. Edmund Stoiber hätte nicht besser über seine »Muschi« reden können, und alle hätten sich darüber belustigt. Genau aus diesem Grund trete ich auch für die Schwulenehe ein. Nämlich für das Recht der Homosexuellen, sich genauso unglücklich zu machen wie die Heteros. Zumindest hat Wowereit den Nachweis angetreten, daß er gegenüber den Heteros emanzipiert ist, was die Dämlichkeit angeht. Sag mir, wer deine Freunde sind und ich sage dir, wer du bist, heißt es im Volksmund. Bitte schön: U.a. Marius Müller-Westernhagen, Boris Becker, Sabine Christiansen, Alfred Biolek, Reinhold Beckmann, Florian Langenscheidt und Thomas Gottschalk. Alles Prominente, die einen hohen Peinlichkeitsfaktor aufweisen und immer wieder zuverlässig den Nachweis antreten, daß sie nicht mehr alle Schweine im Rennen haben.Von einem ähnlichen Peinlichkeitsfaktor zeugt auch seine Rechtfertigung des Skandals um das Tempodrom, ein gigantischer Kulturtempel, der unbedingt gebaut werden mußte und seither riesige Summen verschlingt, dessen Abriß dummerweise aber noch teurer käme, weshalb der Bau als Steuergeldvernichtungsmaschine fungiert. »Alle hatten mitgemacht«, schreibt Wowereit und leitet daraus ab, daß niemand schuld sei. Das ist Politik auf hohem Niveau, die Wowereit betreibt. Er nennt sie die »Tempodrom-Falle«. Daß Wowereit in diesem Fall bereit gewesen wäre, »Fehler gnadenlos zu suchen und aufzudecken«, wie er einen seiner Charakterzüge beschreibt, kann nicht mal er selber ernsthaft behaupten.Seine ökonomische Kompetenz ist von ähnlicher krud-schlichter Beschaffenheit und wird auf die Formel gebracht, die zu belohnen, »die mitmachen wollen«, denn »es ist nicht erstrebenswert, möglichst träge herumzuhängen und blöde Sprüche zu klopfen«. Aja! Nur, bei was mitmachen? Als beispielhaften Fall schildert Wowereit die Karriere Muhammad Yunus, der eine Bank gründete, »die Kleinstkredite an arme Menschen vergab«. Dies ist also die Perspektive, die Wowereit aufzeigt, damit »jeder, der will, sich hochrackern kann.« Gründet zwei, drei, viele Banken. Tolles Konzept.Wowereit begreift es als »große Herausforderung, diese Stadt zu regieren«. Und: »Ich bin gern Regierender Bürgermeister, auch wenn es immer schwieriger wird.« »Ich will ein Politiker zum Anfassen sein«, schreibt er extra für Leute, die sich gerne ihre Hände schmutzig machen wollen. »Es freut mich, wenn die Leute ›Hey Wowi‹ rufen und ein Foto mit mir machen.« Auch das ist schön. Aber es gibt etwas, das Wowereit noch mehr freut: »Keiner stört sich daran, daß ich im Sommer Shorts trage.« Mit welchen einfachen Dingen man Leute manchmal schon glücklich machen kann.Klaus Bittermann

Groteske Landschaften. Fotografische Streifzüge durchs städtische Hinterland

Jess Jochimsen ist nicht nur einer der wenigen Lichtblicke im Kabarettunwesen, er sieht auch noch unverschämt gut aus und er ist unverschämt jung. Er ist der Sonnyboy im Tingelgewerbe. Immer ein Lächeln auf den Lippen scheint ihm alles zuzufliegen. Die Leichtigkeit des Seins ist die Aura, die ihn umgibt. Mit 22 bereits enterte er die Bühnen und kaute den Leuten ein Ohr ab, und zwar professionell, souverän und mit Verve. Als Moderator der WDR-Literatursendung »Die Vorleser« verschafft er weniger berühmten Kollegen ein gutes Forum. Bekannt wurde er mit dem Erzählband »Das Dosenmilch-Trauma«, den Bekenntnissen eines 68er-Kindes, als das er aufgewachsen ist und zu leiden hatte. Er weiß Bescheid, er hat alles durchgemacht, und deshalb war sein Kritik auch so treffend und genau. Ohne sie als Opfer auszuwalzen, gewann er ihr vor allem die komischen Seiten ab. Und nachdem man gedacht hatte, die Stärken dieses Mannes zu kennen, reüssiert er plötzlich auch noch als Fotograf und legt mit dem Band »Danebenleben« einen »Fotografischen Streifzug durchs städtische Hinterland« vor, der einfach sensationell genannt zu werden verdient.

Jess Jochimsen hat sie alle gesehen, die öden Orte und öden Flecken der Republik, aber er hat sie nicht einfach dokumentiert, was nicht minder öde gewesen wäre, sondern er hat es geschafft, den traurigen und melancholischen Charme dieser Plätze einzufangen, an dem jede leichtfertig geäußerte Abscheu scheitert, denn jedes Bild bringt einen Gag, einen Witz, eine Wortspiel, etwas Überraschendes zum Vorschein. Das gebührenpflichtige „Parkhaus Vaterland“, das 2m hohe „Parkhaus Liebe“, das CDU-Wahlplakat mit dem Schild „Keine Wendemöglichkeit“ darüber, der „Damen u. Herren Salon Scham“, „Astrid‘s Hairliche Zeiten“, das Schild mit der geheimnisvollen Aufschrift „Männer mit Zukunft gestalten Metall“, das in einem Fenster hängt hinter gerafften Gardinen, das WC für „Lehrerinnen + Behinderte“ und die „Tier- und Trophäen-Präparation WALTER RUPFF“.

Aber diese merkwürdigen Botschaften aus dem Paralleluniversum wirken nur, wenn man sie in der trostlosen Umgebung sieht. Das Restaurant Bahnhofsblick verspricht „Wir verwöhnen Sie mit Herz“ und man weiß sofort, das ist gelogen, denn der abblätternde Putz, die kleinteiligen Kacheln, die Entlüftungsschlitze, die Jalousien und Milchglasfenster sprechen eine andere Sprache, ebenso die Front eines Einfamilienhauses aus Fertigbauteilen mit gekippten Plastikstühlen am Plastiktisch vor der mit Verbundsteinen gepflasterten Auffahrt, wo ein großes Schild auf der Fassade „Zauberhafte Dessous“ ankündigt und doch nur das Elend einer absurden Existenzgründung offenbart.Hier ist das andere Deutschland zu Hause, von dem nie viel Aufhebens gemacht wird, dem aber mehr Realität innewohnt als sämtliche Hochglanzbilder irgendwelcher repräsentativer Bauten, mit denen sich die Republik schmückt. Tief unten, am Bodensatz der Gesellschaft, kümmert eine vergessene Pflanze vor sich hin, ein bißchen trotzig und widerständig, aber ohne Chance. Dieses Fotobuch ist die Bebilderung des „Depressiven Tags“, den Britta besingt, und wenn Britta aus dem Fenster sieht, sieht sie das, was Jess Jochimsen gesammelt hat, das „schäbige Gesicht“ der flachen Welt. Jess Jochimsen hat diese vergessenen Schmutzecken sichtbar gemacht, den Aberwitz der architektonischen Landschaft abseits der großen Boulevards aufgedeckt. Ein grandioses Porträt einer Gesellschaft, wie sie nicht sein möchte und wie sie sich haßt.

Jess Jochimsen, „Danebenleben. Ein fotografischer Streifzug durchs städtische Hinterland“, dtv, München 2007, 9.95 Euro

Kessler, Katja

Wäre sie mal Zahnärztin geblieben, der Welt der Literatur wäre ein weiteres überflüssiges Buch erspart geblieben. Wenn ihre Befähigung als Zahnärztin genauso lausig war wie die als Schriftstellerin, gäbe es aber immerhin ein paar Leute, die von ihrem Berufswechsel profitiert hätten. Katja Kessler wechselte bald zu Bild, wo sie als sogenannte Gesellschaftsreporterin arbeitete, vorausgesetzt man will das als Arbeit bezeichnen, wenn man sich auf Partys herumtreibt und dabei Prominente umschwirrt wie Fliegen den Misthaufen. Katja Kessler verbreitete also in der Fachzeitschrift für verklemmte Herrenwitze über die täglichen Seite-1-Möpse Klatsch über die Blöden im Lande, d.h. sie berichtete darüber, wer der BH verrutscht war, bei wem man am tiefsten blicken konnte und bei wem das Maurerdekolleté zu sehen war. Wichtige Informationen, auf die die Welt gewartet hatte, unverzichtbar für Leute, deren Interesse sich darin erschöpft, wissen zu wollen, welche Zunge gerade in welchem Hals steckt. Irgendwann steckte ihre im Hals von Kai Diekmann. So jedenfalls hätte Katja Kessler die Sache auf dem Punkt gebracht, wenn sie nicht zufällig selber darin involviert gewesen wäre. Aber vermutlich spielte das gar keine Rolle. Seither ist sie die Gattin des Bild-Chefredakteurs.Als Wirtstier profitierte sie von ihren Kontakten zur Prominenz. Sie schrieb gleich zwei Memoiren von Dieter Bohlen, einem Mann, dessen Hobbys in »Blondinen in Discos anquatschen, Kavalierstarts an Ampeln hinlegen und nach Rasierwasser stinken« (Christian Y. Schmidt) bestehen. Dabei stand ihm Katja Kessler in nichts nach. Sie glänzte mit Sätzen, die einen so hohen Ekligkeitsfaktor hatten, daß sie in Bild vorabgedruckt werden konnten: »Ihr Busen war hochgequetscht wie zwei Knödel, schade daß ich meine Gabel nicht dabei hatte.« Mit dieser Herrenreiterliteratur, in der Witz grundsätzlich mit Verachtung verwechselt wird, drückte sie als das alter ego Bohlens dessen schmerzfreie Großmäuligkeit kongenial aus.Jetzt hat die »Star-Autorin«, wie sie sich selber in Bild-Online bezeichnen läßt, ein weiteres Buch geschrieben. Zu verantworten hat es ein gewisser Joachim Jessen, der zu Katja Kessler einmal sagte: »Schreiben Sie doch mal was!«, und – Zack – wurde ein ganzer Schinken draus. »Herztöne« heißt er und offenbar scheint es sich nicht um eine weitere Fortsetzung der Bohlenerinnerungen zu handeln, sondern um einen frei erfundenen Liebesroman. Den durfte zuerst die Mutter lesen, denn »die findet nämlich alles gut.« Aber auch der Literaturkenner Reinhold Beckmann, der für die Moderation der Buchpremiere engagiert worden war, fand, das Buch würde aus »purem Östrogen« bestehen. Wirklich? Ich nahm das Buch in die Hand. Hardcover. Schutzumschlag. 416 Seiten. Rosa Vorsatzpapier. Innenteil: Gelbliches Werkdruckpapier, vermutlich 110 gr., sogenanntes »FSC-zertifiziertes Papier EOS«, das von der Firma Salzer aus St. Pölten geliefert wurde, die es wiederum aus »vorbildlich bewirtschafteten Wäldern und anderen kontrollierten Herkünften« her hatte. Das also ist »pures Östrogen«, dachte ich und hielt stille Einkehr. Man lernt nie aus.Aber ich habe mich auch im Innenteil auf die Suche nach dem legendären Östrogen gemacht. 50 Seiten bin ich für Sie, liebe Leser, ein wenig gestorben, denn die Lektüre ist aus mehreren Gründen reichlich anstrengend, denn Katja Kessler hat für alle Figuren, einschließlich der Protagonistin, nur Verachtung übrig, Alle zeichnen sich dadurch aus, daß sich in ihrem Kopf nichts abspielt. Jedenfalls kein Gedanke, der erwähnenswert wäre. Katja Kessler versucht sich, über die schnöde Welt, wie sie sich auf einer Modenschau mit Prominenz abspielt, lustig zu machen, aber sie haut ihr Personal nur in die Pfanne. Kann sein, daß es da hingehört. Dadurch ergibt sich jedoch ein Problem: In einem Universum von Widerlingen, solariumgebräunten Goldkettchenträgern, Partyludern, Bohlens, Bild-Reportern und Zuhältern, in dem sich Katja Kessler zugegebenermaßen am besten auskennt, mag man nicht allzulange verweilen, denn aus diesem Milieu ist so viel nicht herauszuholen, jedenfalls wenn man nur die verschwitzte Blödigkeit vorführt, die darum kreist, ob das »Möpse hoch, Bauch weg-Kleid« auch richtig sitzt. Der Roman wird dann selbst nur ein Spiegelbild dieser verschwitzten Blödigkeit. Ein Gewinn ist die Lektüre eines solchen Stoffes nicht. Sie ermüdet in rekordverdächtiger Zeit.Wenn dann auch noch der Kesslersche Witz hinzukommt, wird es besonders schlimm. Da leidet jemand an »›PUPS‹ – PR-Geilheit und Promi-Wichtigtuerinnen-Syndrom«. Diesem Witz sieht man an, daß da jemand lange gebrütet hat. Auch über den »Molotow-Cocktail«, dem »japanischen Melonenschnaps mit pürierten Gummibärchen und Gurke«: »Kennen Sie den etwa nicht? Das ist der Lieblingsdrink von Kate Moss. Hat Donatella Versace extra für sie kreiert.« So geht das Seite für Seite und man weiß, hier würde sich Lothar Matthäus wohlfühlen, ein Effenberg und Dieter Bohlen sowieso. Lauter Stinkstiefel also, die in der Welt des Taxierens, des schlichten Gemüts und des unterentwickelten Humors für Pubertierende zu Hause sind.»Kalli sah sie jetzt an, als ob sie ihm einen unsittlichen Antrag gemacht hätte. Und er sich noch nie stundenlang in eine Kaktushecke gehockt hätte, um den Prinzengemahl eines Kleinstaats an der Cote d‘Azur dabei zu fotografieren, wie er an einem Pool einer Stripperin mit den Zähnen aus dem Höschen half.« Damit versucht Katja Kessler augenzwinkernd zu signalisieren, daß sie die ironische Distanz hat zu dem, was ihr Mann in Bild dann wirklich praktiziert. Nicht Stripperinnen mit den Zähnen aus dem Höschen zu helfen, sondern die Fotos dazu zu veröffentlichen. Zu solchen abartigen Praktiken gibt es keine ironische Distanz. Ein Scheißhaufen bleibt ein Scheißhaufen, und man kann ihn soviel parfümieren wie man will, er wird immer stinken. Und so geht es mir auch mit diesem Buch. Egal mit wieviel Pfund Ironie Katja Kessler die Szenerie der Reichen und Doofen als Klatschtante überkleistert, egal, wieviel Häme sie darüber streut, sie bleibt ein Bestandteil dieses großen Haufens, in den man nun wirklich nicht treten möchte, während sie wild fuchtelnd und mit verzweifelter Fröhlichkeit aus diesem Haufen heraus funkt, man möge sie doch endlich herausholen. Aber wer außer Kai Diekmann will sich schon die Hände schmutzig machen?Klaus Bittermann