Archiv für den Monat: Oktober 2015

Die Wahrheit über den 8. Spieltag

Immerhin eine gute Nachricht gibt es vom 8. Spieltag. Mit den Borussen geht es aufwärts. Aber nicht mit den Borussen aus Dortmund, die sich mit großer Mühe eine Remis in Saloniki erkämpft haben, das dritte in Folge, sondern mit der Borussia aus Mönchengladbach, die nunmehr den dritten Sieg nacheinander in der Bundesliga verzeichnen können. Gegen Wolfsburg spielten zwei CL-Teilnehmer gegeneinander, aber das Spiel war alles andere als hochklassig, denn es spielten zwei Mannschaften gegeneinander, die beide nach der erfolgreichen letzten Saison wichtige Spieler verloren, die sie nicht kompensieren konnten. Vielleicht deshalb ging es bereits am 8. Spieltag für beide Vereine darum, den Kontakt nach oben nicht zu verlieren, denn mit nunmehr neun Punkten für Gladbach und mit zwölf Punkten für Wolfsburg stehen beide Vereine ein bisschen im Niemandsland der Tabelle. Gladbach zeigte jedenfalls den größeren Willen nach der neuerlichen Pleite in der CL gegen Manchester City, wo man eine beeindruckende Leistung gezeigt hatte, auf Sieg zu spielen, denn in der Champions League lässt sich nun erleichtert aufspielen. Man ist dort vom Zwang befreit, irgendetwas zu erreichen. In der Liga hingegen geht es darum, so schnell wie möglich, vom Tabellenende wegzukommen. Im Kellerduell und Nordderby besiegten die bislang sieglosen Hannoveraner die Gäste aus Bremen, die eigentlich als Favorit angereist waren. Dieser Sieg war höchste Zeit für Trainer Frontzeck, der aber immer noch als der nächste Kandidat für eine Trainerentlassung gilt, vor allem, weil der Sieg Hannovers eher glücklich zustande kam, denn Bremen war um einiges überlegen, aber der 96er-Towart Zieler bewies, dass er nicht umsonst beim BVB als Nachfolger Weiderfellers gehandelt wurde. Ingolstadt zeigte im Heimspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt, wie man gewinnen kann und sich dennoch das Niveau der Bundesliga um etliches senken lässt. Es fehlten die Ideen, stattdessen ab es viele kleine Fouls, so dass die Partie vollkommen verflachte. Das ist das Verdienst solcher Vereine wie Ingolstadt und Darmstadt, die sich verständlicherweise mit allen Mitteln dagegen zur Wehr setzen, einfach nur als Punktelieferant zu fungieren. Schön sieht das dann aber nicht aus, und wenn man das schöne Spiel liebt, dann mag man solche Mannschaften eigentlich nicht in der Liga sehen. Wer aufregenden und abwechslungsreichen Fußball mit Dramatik sehen will, muss z.Z. die Spiele des VfB Stuttgart angucken. In Hoffenheim holten die Schwaben mit einem 2:2 immerhin einen Punkt. Durch einen ungewöhnlichen Dreifachwechsel brachte Stuttgarts Trainer Zorniger seine Mannschaft wieder nach vorne, denn unmittelbar danach erzielten sie den Ausgleich, und auch wenn Hoffenheim anschließend wieder in Führung ging, gaben die Stuttgarter einfach nicht auf, bis ihnen in der 90. Minute doch noch der Ausgleich gelang. Und Stuttgart hätte sogar gewinnen können, denn nur zwei Minuten später stand der 19-jährige Nachwuchsspieler Werner allein vor Hoffenheims Baumann, aber dann versagten die Nerven.