Archiv für den Monat: Juni 2017

Der Unterwäscheschnüffler ist als Werber bei der AfD gelandet

Thor Kunkel ist, wie der Spiegel 25/17 berichtet, als Werber bei der AfD gelandet. Seine heimliche Leidenschaft zu Nazis hat er schon 2004 in seinem Roman “Endstufe” ausgelebt, der damals einen Eklat im Literaturbetrieb auslöste, weil Kulturkritiker wie Volker Weidermann für den Roman in die Bresche sprangen. Und aus diesem Anlass hier ein Artikel von mir, der damals in der taz erschien:

Längst ist das Nazi-Business lukrativer als das »Shoa-Business«, weshalb seit einiger Zeit gilt: »There’s no business like Nazi-Business«. Das ZDF ist in dieser Hinsicht mit der NS-Verwurstungsmaschinerie namens Guido Knopp marktführend. Geschichte wird hier als Sanso-Schmuse-Kurs offeriert. Das eröffnete zwangsläufig eine Marktlücke, und zwar für diejenigen, die es ein bisschen härter und schmutziger mögen. Für diese Leute ist Thor Kunkel da. Nazis und Pornos, eine Mischung, an die sich Guido Knopps sauberes Familien-TV nicht wagt. Von Rowohlt kurzfristig aus dem Programm genommen, ist Kunkels Werk »Endstufe« nunmehr bei Eichborn erschienen, der es im Börsenblatt des deutschen Buchhandels und in anderen »Fachblättern« wie die Buchkultur mit einem Statement des Autors in eigener Sache bewirbt. Dieses Statement stellt für den Verlag offensichtlich eine Art Quintessenz des Buches da, also etwas, das dem Buchhändler und dem potentiellen Leser in wenigen Sätzen darlegt, was das Buch lesenswert macht. Man darf das Statement also ernst nehmen und nicht etwa als flüchtig in den Tag geplauderte Bagatelle.
»Ich glaube, es ist wichtig, das Dritte Reich unter dem Aspekt der Verführung und Verblendung zu sehen«, wird Kunkel zitiert. »Glauben heißt nicht Wissen«, lautet ein uralter Lehrerspruch, mit dem Schüler traktiert wurden, an dem aber was dran ist. Kunkel weiß also nicht, ob es stimmt, was er sagt, aber er hält seine Unwissenheit für mitteilenswert. Dennoch ist die Sache natürlich ungemein »wichtig«, denn wichtig ist immer gut, auch wenn der Hinweis darauf völlig sinnlos ist, weil vermutlich auch Kunkel niemanden kennt, der sagen würde: Verführung? Interessiert mich nicht die Bohne. Der Aussage Wichtigkeit zuzuschreiben, die schon allein deshalb niemand in Abrede stellt, weil heute fast jeder Schwachsinn für wichtig-wichtig genommen wird, heißt nichts anderes, als die eigene Person mit Bedeutung aufzupumpen.
Derart aufgeblasen, begibt sich Kunkel an den 2. Satz: »Ich habe versucht, das Private zu durchleuchten.« Weder ist irgendein Zusammenhang zum 1. Satz zu erkennen, noch weiß man, wozu das gut sein soll. Was man hingegen ahnt, dass Kunkel gewissen Vorlieben frönt und offensichtlich gerne in der Unterwäsche anderer schnüffelt. Darauf lässt der 3. Satz schließen: »Ich benutze die Pornographie als poetische Metapher, um das Phänomen Drittes Reich vollständig zu erfassen.« Pornographie musste ja schon für alles mögliche herhalten, jetzt also auch noch als »poetische Metapher«. Imitiert der erste Halbsatz die Unsitte der siebziger Jahre, jeden Begriff als Metapher aufzubrezeln, geht man vor dem Folgesatz andächtig in die Knie. Wirklich vollständig? Wie will Kunkel den Nationalsozialismus vollständig erfassen, wenn er nicht mal einen graden Gedanken hinkriegt? Vollständig ist demnach nicht das, was Kunkel erfasst, sondern der Stuss, den er erzählt. Jeder Versuch der Widerlegung muss da scheitern, weil man ihm einen Gedanken unterstellt, der nicht vorhanden ist.
Das dicke Ende aber kommt erst noch: »Die Bilder, die wir bisher kannten, reichen nicht aus, um das Phänomen Drittes Reich mit allen seinen Schrecken nachfühlbar zu machen.« Das steht wirklich so da. Zunächst würde man gerne wissen, aus welcher geheimen Quelle Thor Kunkel weiß, welche Bilder (vermutlich über den NS) »wir« kennen, zumindest bleibt damit im Dunkeln, welche er kennt. Kunkel flüchtet sich ins dubiose Wir, um etwas vollkommen beliebiges mitzuteilen, denn mit der selben Berechtigung ließe sich das gleichermaßen sinnlose Gegenteil behaupten. Wie viele Bilder muss man denn kennen, um sich mit Thor Kunkel schaudern zu dürfen?
Schließlich taucht das Dritte Reich wie unter Beschuss einer Nebelkanone schon wieder als »Phänomen« auf. Als Phänomen aber wird – vielleicht nicht bei Kunkel aber normalerweise – abgehandelt, was aus Gründen des Erkenntnisgewinns durch Abstraktion der sinnlichen Erfahrung entzogen werden soll. Thor Kunkel jedoch ist ganz versessen darauf, das »Phänomen mit allen seinen Schrecken« nachzufühlen. Logisch gesehen ist das Quatsch und inhaltlich wünschte man, der NS möge wieder auferstehen, damit Thor Kunkel in den reinen Genuss dieses Schreckens kommt. Mit einem wie Thor Kunkel hätten die Nazis bestimmt viel Freude gehabt.
Brillanter und fundierter wurde selten in nur vier Sätzen begründet, dass man schon nicht mehr alle Schweine im Rennen haben muss, sollte man vorhaben, den 600-Seiten-Klops tatsächlich lesen zu wollen.

P.S. Und deshalb folgte ich einer Einladung Wiglaf Drostes zur Buchpremiere in Berlin, um zu sehen, wer so was tut. Es war viel schlimmer als ich befürchtet hatte. Drei erloschene Gestalten hockten auf dem Podium und strahlten Ödnis aus. Volker Weidemann von der FAS, der die Einführung machte, fand es gut, dass es das Buch jetzt gibt, und der Eichborn-Verleger Wolfgang Hörner führte auf die Frage, warum er das Buch verlegt habe, einen Eiertanz auf: Es seien mehrere Aspekte gewesen, die er interessant gefunden habe, die Sexualisierung der Gesellschaft und eine Wissenschaft, die sich für jedes Ziel einspannen lasse. »Kalter Kafka«, meinte daraufhin mein Begleiter. Und dann versetzte Hörner dem Buch seines Autors den Todesstoß: Das Buch sei teilweise brillant geschrieben. Aber Kunkel merkte nichts.
Ungefähr zehn Minuten, nachdem die Lesung begonnen hatte, begaben wir uns an den Tresen und tranken – aus Verzweiflung. Thor Kunkel las und las und las, und zum ersten Mal beneidete ich meine Füße – denn die waren vor mir eingeschlafen. Kunkel erreichte diesen Effekt durch die Technik des belanglosen und banalen, um nicht zu sagen Bananen-Dialogs. Zwei Menschen unterhalten sich in reichlich abgedroschenen Phrasen, und es passiert nichts. Es passiert einfach nichts. Balzac hätte gesagt: »Mein Herr, Sie verschwenden für 5 Sous Feuilleton.« Und wenn es endlich einmal zur Sache ging, wie man das bei einem anständigen Naziporno schließlich erwarten darf, dann tischte Kunkel eine ranzige Altherrenprosa auf, die nicht mal mehr durch den perlenden Prosecco wegzuspülen war, den uns die ebenfalls sichtlich genervte Tresenkraft inzwischen ungefragt nachschenkte.
Das Geheimnis dieses Romans besteht also schlicht und einfach darin, dass jemand nicht schreiben kann, dies aber ausführlich tut. Der Skandal liegt nicht im Sujet des Buches. Nazipornos gab es schließlich schon immer in irgendwelchen skurrilen Verlagen. Keiner dieser Verlage hätte Thor Kunkel veröffentlicht, das Zeug wäre einem Fachverlag zu öde gewesen. Insofern ist das Buch ein Schmuckstück für jeden Verlag, für den Literatur sich von Qual ableitet, denn erlitten werden musste die Lektüre. Der Skandal besteht wie schon beim »Tod eines Kritikers« von Walser darin, dass ein schlechtes, knarzendes und ächzendes Stück Prosa zum Gegenstand einer Literaturdebatte wird. Schlechte Romane gab es schon immer und vermutlich war die dazugehörige Literaturkritik auch nicht viel besser, aber mittlerweile schafft sich der Literaturbetrieb seine eigenen Literaturskandale. Zeigt der Daumen des Spiegels wie im Fall Kunkel nach unten, dann kann man sicher sein, dass trotz offensichtlich mangelhafter Qualitäten andere Medien für das Buch in die Bresche springen, weil man inzwischen selbst mit der bescheuertesten Meinung in der Öffentlichkeit reüssieren kann. Immerhin eröffnet dies auch für minder begabte und mittelmäßige Schreiber die Möglichkeit, einmal ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu geraten. Allerdings verblasst der Ruhm in der Regel sehr schnell, spätestens dann, wenn das Publikum merkt, was für ein Mist ihm da untergejubelt werden soll. Ein Mechanismus, auf den zumindest manchmal noch Verlass ist. Jedenfalls würde ich mich freuen, wenn sich der Verlag mit dem schnellen Euro verrechnet hat. In vermutlich nur wenigen Monaten wird man dann die »Endstufe« im Ramsch finden, aber auch da wird den Schinken niemand kaufen wollen.

Den Zeitgeist bombardieren mit “Hundert Zeilen Hass”

Maxim Billers Kolumnen »Hundert Zeilen Hass«, die von November 1987 bis Mai 1999 in »Tempo« erschienen und nun gesammelt als »Tempo-Buch« im Hoffmann und Campe Verlag wieder aufgelegt wurden, habe ich damals schon gelesen, und schon damals war ich ziemlich beeindruckt vom Sound, die die Kolumnen durchwehten, von der Treffsicherheit und der Eleganz, mit der jemand auseinander genommen wurde, von der polemischen Wucht, die durchaus Mut erforderte, weil da jemand ohne Rückversicherung zu schreiben schien und sich eine Menge Feinde machte, nicht nur im gerontokratischen Feuilleton, das die Deutungshoheit im Literaturbetrieb innehatte, sondern auch unter Leuten, die man bei flüchtiger Betrachtung für seine Verbündeten halten konnte. Biller hatte die hohe Kunst des Kolumnierens neu erfunden, indem er alle Register zog und auf einer Klaviatur spielte, die sich Oldschool-Kolumnisten von selber verboten, weil sie altbackene Wahrheiten feilboten, die sie schulmeisterlich und ohne Witz ausbreiteten.
Er war ernst und präzise, wenn es sein Gegenstand erforderte, er schüttete Häme und Spott aus, wenn der Gegner es verdiente, er machte sich über sich selbst lustig und relativierte eine steile These und ließ damit dem Leser, der sich gerade über irgendeine offensichtliche Ungerechtigkeit aufregen wollte, gekonnt die Luft raus, er überraschte mit feinen rhetorischen Finten, immer neuen Ideen, was nicht wenig ist bei 140 Kolumnen, und er wusste genau, wann es angebracht war, auf einen groben Klotz einen groben Keil zu setzen.
»Hundert Zeilen Hass« ist eines der lustigsten und kurzweiligsten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, und das, obwohl es von einer Zeit handelt, die zwar noch gar nicht so lange zurückliegt, die aber aus heutiger Sicht irreal, absurd und fast schon irgendwie verwunschen und rätselhaft wirkt, wie eine Übergangszeit, die schließlich zu der totalen Verfügbarkeit aller Informationen und damit zu deren Entwertung führte. Oder erinnert sich noch jemand an die Zeit-Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff, vor der die Redakteure antanzen mussten, wenn mal ein Artikel über den von ihr persönlich gepachteten »deutschen Widerstand des 20. Juli« erschien, der diesen nicht in den leuchtendsten Farben erstrahlen ließ, und die tatsächlich an Goldhagens Buch »Hitlers willige Vollstrecker« monierte, er würde »den mehr oder weniger verstummten Antisemitismus wieder neu beleben«, indem er ihn aufzeigte?
Ich weiß nicht, ob dieses damals weit verbreitete Argument Biller entgangen ist, denn ich hätte gerne seinen Kommentar dazu gelesen, aber auch ohne diesen dezidierten Schwachsinn, den die Dönhoff damals von sich gab und den erstaunlicherweise niemand skandalös zu finden schien, bringt seine Beschreibung der »grauen Eminenz« genau auf den Punkt, woran der Journalismus damals krankte: »Ihre Leitartikel sind moralische Tagesbefehle, Belehrungen und Bekehrungen – immer von oben herab, aber nie aus geistiger Höhe … Die große Pfäffin Dönhoff schreibt wie ein Kind: naiv, uninspiriert und schematisch.« Und das traf es wirklich sehr genau, wenn man sich noch ein wenig an die aus Gemeinplätzen bestehenden Artikel erinnert.
Aber wer kennt diese »Lese-Ödnis« noch? Könnte also sein, dass es für in den Achtzigern geborene Leser nur das halbe Vergnügen ist, auf der anderen Seite muss man solche Gespenster heute auch nicht mehr kennen, um trotzdem Vergnügen an den Kolumnen zu empfinden, denn sie haben ihren Gegenstand überlebt, sie glänzen noch in ihrer Geschliffenheit und Frechheit, während die unerbittlich voranschreitende Zeit ihr Kreuz über Frau Dönhoff gemacht und sie dem Vergessen überantwortet hat.
Oder über den ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim, den sogar Eingeweihte für ein »aufgeblasenes Nichts« hielten, »für einen Kriecher, einem Nach-unten-Treter, einen Repräsentationsgeilen«: »Es ist nicht egal, dass Kurt Waldheim hässlich ist wie die Nacht. Dass seine abstehenden Ohren und seine lange Nase in bester Nosferatu-Manier sein Äußeres dominieren. Dass seine Augen feige-kalt leuchten und ihn überhaupt eine recht gespenstische Hofburg-Aura umgibt. Das ist, im Gegenteil, gut! … Schade nur, dass Deutschland nicht auch so einen Waldheim-Zombie hat, irgendeinen unsympathischen Kerl, einen echten Nazi-Jenseitigen, der die Leute permanent an ›damals‹ erinnern würde.«
Wenn man schon denkt, dass es vielleicht nicht so klug ist, sich über das Aussehen eines Mannes lustig zu machen, der doch als Nazi so viel auf dem Kerbholz hatte, dass die Äußerlichkeit wie eine Nebensache erscheint, kommt plötzlich die überraschende Volte in der Argumentation. Und so könnte man noch hunderte Stellen zitieren als Belege für Billers Humor, seine Schärfe, seine Präzision, sein Aufbrausen, Stellen, die ich alle angestrichen habe und die die Besprechung locker auf das Zehnfache des geplanten Umfangs bringen würde, wollte ich sie alle aufzählen.
Aber zumindest ein paar Leute sollen noch erwähnt werden, wie z.B. Heiner Müller und seine »quasselig-sophistische DDR-Borniertheit« oder der »bayerische Parvenü mit Hundesalonbesitzer-Charme« Franz Beckenbauer, der »sehr pomadige Schauspieler« Ulrich Tukur mit dem »Talent eines Max Headroom«, wobei das allerdings jetzt ein wenig in die Irre führt, denn Biller wollte kein Gruselkabinett von Vollidioten anlegen, vielmehr sind die Invektiven immer ein Beleg für einen Zustand in der Gesellschaft und der Psyche der Deutschen, für den aufkommenden Rassismus in der Zone nach der Wiedervereinigung, für das Versagen der Linken vor dem »fahnenschwenkenden Siegestaumel« und dem »teutonischen Nationalismus« und natürlich immer wieder für den Antisemitismus, der nach dem neuen Bericht der Bundesregierung aktuell bei 24 Prozent liegt.
Man kann also die Kolumnen auch lesen wie ein Buch über die neuere Geschichte Deutschlands, in dem einem heute einiges immer noch sehr bekannt vorkommt, wie z.B. die Rede vom »Ausländerproblem« und der »Überfremdung unserer Gesellschaft«, und es überrascht manchmal, dass schon damals die Diskussion über diese Themen erbärmlich war. Da macht es einem dann auch gar nichts aus, dass man nicht unbedingt immer einer Meinung mit Biller ist und das auch nicht sein muss, wie z.B. in der Beurteilung der berühmten Aussage Heiner Geißlers, der »die Pazifisten der 20er und 30er Jahre für Auschwitz mitverantwortlich« gemacht hatte. Biller kritisierte sie und beteiligte sich an der allgemeinen Erregung, die Geißler damit in der Öffentlichkeit hervorrief, muss dabei jedoch ignorieren, dass nicht nur die Appeasementpolitik dazu beigetragen hat, Hitler freie Hand zu lassen, sondern auch die »deutsche Friedensbewegung« für Hitler gestimmt hat, d.h. er nimmt die Friedensbewegung genau in dem Augenblick in Schutz, als diese gerade die Nation für sich wieder entdeckt hat. Aber diese Schlachten sind geschlagen, sie heute wieder aufzuwärmen wäre lächerlich.
Maxim Biller war damals ein Einzelkämpfer, ein Guerillero, der darauf achtete, dass er kein Bündnis mit potentiellen Verbündeten und Verwandten im Geiste einging, denn er wollte sein Alleinstellungsmerkmal nicht verlieren. Vieles aber, was man in seinen Kolumnen lesen kann, erinnert einen an Autoren wie Wolfgang Pohrt, Eike Geisel, Christian Schultz-Gerstein oder Wiglaf Droste.
Das sind keine schlechten Referenzen. Seine Verdienste um die Aufklärung dessen, was die Deutschen Ende der Achtziger und in den Neunzigern quälte werden dadurch nicht geringer. Dieses Buch sollte man in der Henri-von-Nannen-Schule zur Pflichtlektüre machen. Vielleicht würde man dann wieder etwas lieber zu einer der Zeitungen greifen, die die so vollkommen mainstreamgebürsteten Absolventen solcher Ausbildungsstätten durch ihre forsche und selbstbewusste Ahnungslosigkeit immer unlesbarer machen.

Maxim Biller, »Hundert Zeilen Hass«, Tempo Bücher im Hoffmann & Campe Verlag, Hamburg 2017, 400 Seiten