Archiv für den Monat: Februar 2018

Die Wahrheit über den 24. Spieltag

Die Remis-Könige aus Wolfsburg haben nicht nur Martin Schmidt zerschlissen, sie sind auch unter dem neuem Mann, dem Spezialisten für die Rettung vor dem Abstieg Bruno Labbadia, ihrem Konzept treu geblieben: Nähre dich redlich und nimm besser einen Punkt mit als gar keinen. In Wolfsburg wird ein Beamtenfußball zelebriert, der nur gedeihen kann, wenn er künstlich hochgepäppelt wird wie in der VW-Stadt, wo die größte Attraktion der Bahnhof ist, um schnell woanders hinzukommen. Bruno Labbadia soll nun die Leidenschaft zurückbringen, die es da nie gegeben hat. Der Mann, der bald alle Erstligisten durch hat, wird aber auch in Wolfsburg scheitern. Er wird den Klassenerhalt nur deshalb schaffen, weil es mit Hamburg und Köln zwei Vereine gibt, die es noch eiliger haben, in die Bedeutungslosigkeit abzutauchen. Auch Hamburg hat mit Hollerbach bereits einen Trainer engagiert, den nicht mal die Vereine in der 2. Liga haben wollen, aber synonym für Kampf und Krampf steht, also genau das, was den HSV-Vereinsbossen bei ihren Spielern fehlt, weil sie glauben, nur damit bestehen zu können. In Bremen traf der »Dino« auf den Abstiegskonkurrenten, und entsprechend ansehnlich war auch das Spiel. Hollerbach hatte hinten Beton angerührt und ließ den genialen Kruse aus dem Spiel nehmen. Folge war, dass nach vorne so gut wie gar nichts stattfand, weshalb in der ersten Halbzeit die HSV-Fans mit Pyrotechnik die Initiative übernahmen, damit wenigstens ein bisschen was passierte. Zweimal unterbrach der Schiedsrichter das Spiel, und das waren auch schon die Höhepunkte der ersten Halbzeit. Belohnt wurde das Engagement der Fans nicht, denn irgendwann zahlte sich dann doch der größere Wille der Bremer aus, gewinnen zu wollen, der sich ziemlich deutlich in der Statistik ausdrückte: Von 526 Pässen kamen 104 nicht an, die Hamburger spielten 107 Fehlpässe, allerdings bei nur insgesamt 290 Abspielen, was eine ziemlich grottige Passquote von 63% ergibt. Und deshalb ist es mehr als gerecht, als den Bremern in der 86. Minute nach einem wilden Gestochere der entscheidende Treffer gelang. Hollerbach ist nicht zu beneiden, denn nach den letzten Saisons, in denen der HSV immer nur im allerletzten Moment den Hals aus der Schlinge zog, sieht aktuell nichts danach aus, als ob man das rettende Ufer noch irgendwie erreichen würde. Schade wärs nicht wirklich um den Verein, schließlich hat Hamburg doch mit St. Pauli schon einen Fußballverein. Zu was braucht man da noch den HSV? Auch die anderen Spiele waren eher zum Abwinken. Nicht mal Bayern hatte diesmal Lust, seinen eigenen Rekord von 14 Siegen hintereinander zu brechen. Hingegen schaffte Hertha einen neuen Rekord, der darin bestand, in drei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen zu Null gespielt zu haben. Und so jagt ein Rekord den anderen, was allerdings nicht darüber hinwegtäuscht, dass Bayern kein Rezept fand, den Herthaner Abwehrriegel zu knacken, der sich vor allem auf Lewandowsi konzentrierte, weil es sich sogar bis zum Fuchs Dardai herumgesprochen hatte, dass der in sieben oder noch mehr Heimspielen in Folge (noch irgendein Rekord) getroffen hatte. Das hieß allerdings auch, dass Heynckes auf einen Torhüter hätte verzichten können. Aber was solls, einen Punkt aus München entführt. Das ist nicht schlecht, obwohl Hertha das bei anderen Mannschaften einfacher hätten haben können.

Die Wahrheit über den 23. Spieltag

Die Liga wird hierarchisch gesehen immer flacher, und ansehen mag man sich das zunehmend öder werdende Gekicke auch nicht. Das fällt einem umso mehr auf, wenn man sich ein Spiel wie das von Real Madrid gegen PSG ansieht und dann weiß, welche Attraktivität in einem solchen Spiel stecken kann, wie präzise Pässe sein können, wie ein Rädchen sich ins andere fügt, wie Spieler wie Neymar sich zwischen seinen Gegenspielern hindurchschlängelt. Dann fällt einem plötzlich das Gewürge wie zwischen Freiburg und Bremen sehr unangenehm auf. Nun kann sich nicht jeder Verein einen Neymar leisten, aber attraktive Spiele können auch Freiburg und Bremen liefern. Vielleicht hatten sie einen schlechten Tag, was vorkommen kann, aber vermutlich war das in der vorgegebenen Taktik angelegt, dass beide Vereine unbedingt gewinnen wollten, um aus dem Abstiegssumpf herauszukommen. Und deswegen war es eben eher ein Geholze und Gebolze, ein unbedingtes Wollen, aber nicht Können. Aber so geht es fast allen Mannschaften, selbst solchen, die eigentlich um einen internationalen Platz spielen, denn sie brauchen nur zwei, drei Spiele zu verlieren, um Anschluss nach unten zu kriegen, und deshalb legt sich eine Verkrampfung über die Spiele, in denen nichts klappt und nur der Gegenspieler und der Rasen zu Schaden kommen, was nicht sehr viel ist für das Geld, das man zahlt, um sich sowas anzusehen. Dass dafür der Freiburger Trainer Streich gelobt wird, hat etwas absurdes an sich. Niemand will absteigen, das ist verständlich, aber eigentlich will auch niemand mehr in die Euroleague, denn wie man an zahlreichen Beispielen gesehen hat, wie aktuell bei Köln, heißt das, seine Existenz in der Liga zu gefährden. Wenn eine Mannschaft also mal zufällig eine gute Phase erwischt, die einen sehr schnell nach oben katapultiert, weil sonst jeder gegen jeden verlieren oder auch gewinnen kann, dann verheißt das inzwischen nichts mehr gutes. Darauf sind inzwischen auch die Vereine gekommen, dass die paar Millionen, die sie aus dem europäischen Fußball bekommen, nichts sind gegen den Verlust, den es bedeutet, aus der 1. Liga zu fliegen. Deshalb ist Neapel in der Euroleague mit einer 2. Mannschaft gegen Leipzig angetreten. Lieber will man aus dem Wettbewerb fliegen, als die vor Augen liegende italienische Meisterschaft zu gefährden. Dort liefert man sich ein Kopf an Kopf Rennen mit Juventus, und zum ersten Mal seit fünf oder sechs Jahren ist es im Bereich des Möglichen, das die Turiner mal nicht Meister werden. Und auch für Köln scheint der Preis ziemlich hoch zu sein, abzusteigen dafür, dass man einmal gegen Arsenal spielen durfte. Nur die Bayern können machen, was sie wollen, sie kriegen einfach keine Niederlage zustande, weil es niemanden gibt, der die Gelegenheit beim Schopf ergreifen würde, wenn sich die Möglichkeit schon mal bietet, wie Wolfsburg, die nicht mal eine B-Elf der Bayern davon abhalten konnten, in letzter Minute den Siegtreffer zu erzielen. Aber auch Dortmund würde sich da schwer tun, würde ihnen diese Chance mal eingeräumt werden, was nicht der Fall ist, weil die Bayern Dortmund immer noch für einen ernst zu nehmenden Gegner halten, der er aber nicht mehr ist. Inzwischen hält man sogar Schürrle für einen guten Spieler, der in Bayern nicht mal zum Training zugelassen werden würde, nur weil er mal wieder aus Zufall getroffen hat.

Über Liebe und Tod. Über Lucia Berlins neues Buch

Die Stories-Sammlung von Lucia Berlin »Was ich sonst noch verpasst habe« war 2016 eine literarische Sensation. Das Feuilleton war voll des Lobes, und wieder einmal stellte sich die Frage, wie eine so großartige Autorin so lange unentdeckt oder ignoriert werden konnte. Der Anerkennung kam jedoch zu spät, denn 2004 starb sie mit nur 68 Jahren. In dieser Zeit hatte sie so ziemlich alle Höhen und Tiefen durchgemacht, die ein menschliches Leben verkraften kann. Sie wächst als Tochter einer Alkoholikerin auf. Auch ihr Großvater ist Alkoholiker und missbraucht ihre Mutter und ihre Schwester. Sie ist ständig auf Reisen, lebt das unbeschwerte Leben in Reichtum und stürzt in völlige Mittellosigkeit. Noch minderjährig flüchtet sie aus dem Elternhaus, wird abhängig von Drogen, Alkohol, Liebhabern und kämpft sich als alleinerziehende Frau von vier Kindern wieder an die Oberfläche. Es ist ein Leben von Balzacschem Format und hätte einem Autor Stoff für Tausende von Seiten geliefert. Lucia Berlin hat jedoch ein eher schmales Werk hinterlassen. Sie hat dabei nie den Schrecken und die Qual in den Vordergrund gestellt, sondern sich immer auf Andeutungen beschränkt, sie hat ihren sehr reduzierten Stil von jeglicher Kommentierung befreit und bewies dabei ein Gespür für das Komische, das noch der bedrückendsten Situation innewohnt – eine Gabe, die sehr selten ist.
Da das erste Buch eine Auswahl ihrer Geschichten enthielt, lag die Vermutung nahe, dass der zweite nun erschienene Erzählungsband die schwächeren Arbeiten enthält, aber das ist nicht der Fall. In der Geschichte »Bis später« gleich am Anfang erzählt Lucia Berlin auf hinreißende Weise von ihrem Freund Max, der sie immer anruft, egal, wo er oder sie sich gerade aufhalten, um ihr »Hallo« zu sagen, und wie sehr sie es liebt, ihn das sagen zu hören, und wie er sie eines Tages in New York besucht, wo sie mit ihrem Mann lebt, »mit Rosen, einer Flasche Brandy und vier Flugtickets«. Und Berlin schreibt lapidar: »Ich weckte die Jungs, und wir gingen.«
Lucia Berlin beschreibt das Glück und die Liebe, ohne im geringsten kitschig zu sein. »Wir blieben so lange auf, bis der Mond groß und blass geworden war.« Und dann? »Eines Tages erwachte ich, bevor die Sonne aufging, und er war nicht da. Es war still im Zimmer. Er muss schwimmen gegangen sein, dachte ich. Ich ging ins Bad. Max saß auf der Toilette, kochte etwas in einem schwarz angelaufenen Löffel. Eine Spritze lag auf dem Waschbecken. ›Hallo‹, sagte er. ›Max, was ist das?‹ ›Das ist Heroin‹, sagte er.« Die beiden bekommen noch zwei Söhne. Sie reisen durch ganz Mexiko und die Vereinigten Staaten, lassen sich schließlich in einem Dorf an der mexikanischen Küste nieder. »Wir waren für lange Zeit glücklich, wir alle, und dann wurde es schwer und einsam, weil er Heroin viel mehr liebte.«
Später wohnt sie bei ihrer sterbenden Schwester, um sie in den Tod zu begleiten. »Wir lachen leise in ihrem Zimmer, zeichnen. Im Grunde ist die Liebe für mich kein Rätsel mehr. Max ruft an und sagt Hallo. Ich sage ihm, dass meine Schwester bald tot sein wird. Wie geht es dir?, fragt er.« Und damit endet die Geschichte. Sie hat keinen Plot und keine Moral. Sie hört einfach auf wie das Leben aufhört, unspektakulär und ohne großen Knall. Ein Mensch stirbt, das Leben geht weiter, und auch die Liebe. Und irgendwann ruft Max an und sagt »Hallo«. Niemand kann Liebe in ihrer ganzen Banalität, ihrer Tragik und Schönheit besser in einem Text zum Leuchten bringen als Lucia Berlin, denn sie wusste genau, wovon sie schrieb.

Lucia Berlin, »Was wirst du tun, wenn du gehst. Stories«, aus dem Amerikanischen und mit einem Nachwort von Antje Rávic Strubel, Arche, Zürich-Hamburg 2017.

Die Wahrheit über den 22. Spieltag

Obwohl nach dem Abschied von Aubameyang zu Arsenal wieder Ruhe beim BVB eingekehrt sein müsste, nach der sich alle Beteiligten sehnen, die das sogenannte »Wechseltheater« für die schlechten Leistungen der Mannschaft verantwortlich machen, wird es nicht besser auf dem Rasen. Auch gegen den ziemlich sicheren Absteiger aus Hamburg, spielten die Dortmunder nicht etwa befreit auf, und auch die Rückkehr von Marco Reus nach acht Monaten Verletzungspause ließ die Leistungskurve nicht etwa steigen, nein, vor allem in der ersten Halbzeit konnte man ein müdes und ödes Hin- und Hergeschiebe des Balles bewundern, weil jeder offenbar Angst hatte, einen Fehlpass zu prouduzieren, von Kombinations- oder One-touch-Fußball war nichts zu sehen. Nur wenn Marco Reus am Ball war, blitzte ein bisschen von dem auf, was die Dortmunder früher ausmachte. So fiel das 1:0 für die Dortmunder eher überraschend und zufällig, als ein mißglückter Torschuss des ansonsten sehr schwachen Pulisic zur Torvorlage für Batshuayi geriet. Die Hamburger aber kämpften unverdrossen weiter und setzten die Dortmunder unter Druck, und immer wieder gelang es ihnen, gefährlich vors Tor zu kommen, oder Bürki glänzte mit einer seiner Spezialitäten, indem er dem Gegner den Ball zuspielte, aber die Hamburger ließen alle Möglichkeiten konsequent aus. Kein Wunder, dass die BVB-Spieler schon zur Halbzeit ausgepfiffen wurden, obwohl sich viele über das Comeback von Reus freuten. Niemand weiß genau, woran es liegt, dass fast alle unter ihren Möglichkeiten spielen und man gegen einen tief stehenden Gegner ratlos ist. Watzke sagte auf diese Situation angesprochen in einem Interview für die FAZ, dass der BVB im internationalen Ranking immer noch auf Platz 10 zwischen Manchester City und Manchester United stehe, und man merkte sofort, da will sich einer was schön reden, denn das diese Tabelle nicht die Wirklichkeit spiegelt ist so offensichtlich, dass man Watzke zurufen möchte, träum weiter. Schließlich waren laut Watzke Dembelé und Aubameyang die letzten Spieler, die der BVB habe ziehen lassen, das habe er vor versammelter Mannschaft sehr laut und deutlich zum Ausdruck gebracht, aber als börsennotierter Verein habe man nicht so einfach die Angebote ablehnen können. Klar, es ist ja auch niemand mehr da, den ein anderer Verein unbedingt haben möchte, abgesehen vielleicht von Marco Reus, aber der ist viel zu verletzungsanfällig, um für einen englischen Verein interessant zu sein. Es gibt eben nur noch Mittelmaß beim BVB wie Schürrle, der auch in diesem Spiel wieder sehr engagiert und maximal ineffektiv auf dem Platz herumstolperte und die einfachsten Bälle verlor, der überhaupt nur eine Aktion hatte, nämlich die Vorlage auf Götze zum 2:0 in der letzten Minute der Nachspielzeit, als die Partie bereits entschieden war. Batshuayi wird sich bereits fragen, wo er da hineingeraten ist, denn wenn Toprak bereits zu den besseren Spielern zählt, kann man sich vorstellen, wie traurig die Vorstellung seiner Kollegen war, sieht man vielleicht ein wenig von Götze ab, der aber immer nur eine Halbzeit gut ist. Schließlich sagte Watzke noch, dass man wieder mehr Spieler mit dem sogenannten »Siegergen« verpflichten wolle, solche Leute wie Bender, der zu Leverkusen wechselte. Aber wenn schon solche Spieler den Verein verlassen, dann stimmt irgendetwas im Verein ganz grundsätzlich nicht.

Die Wahrheit über den 21. Spieltag

So wirklich verdient war der 3:2-Sieg der Dortmunder in Köln nicht, jedenfalls spielten sie alles andere als dominant gegen den Tabellenletzten, der durchaus auf Augenhöhe mithalten konnte. Das Spiel war ziemlich ausgeglichen und dank des Kölner Engagements wurde es sogar ein ziemlich lebendiges Spiel. Die Kölner hatten durch Jojic sogar die erste Großchance, aber der Ex-Kollege der Dortmunder schoss den Ball großzügig in die Arme von Bürki. Die Dortmunder taten sich schwer, aber als ausgerechnet Toljan, der sonst nie einen Ball in den Strafraum bekommt, es dann tatsächlich mal schaffte, stand da der Aubameyang-Ersatz und die Leihgabe von Chelsea Batshuayi bereit und zeigte seinen Kollegen mal, wie man das so in England macht. Dennoch kamen die Kölner, die sich dadurch überhaupt nicht aus dem Konzept bringen ließen, zurück, weil die Dortmunder das 1:0 offenbar über die Zeit retten wollten und die Kölner spielen ließen. Nach dem Ausgleich der Kölner kurz nach der Pause dauerte es allerdings nur zwei Minuten, bis Batshuayi den alten Toreabstand wieder herstellte, was allerdings nur durch einen Fehler in der Kölner Hintermannschaft möglich wurde und der ansonsten enttäuschende Pulisic mit der Vorlage mal einen Gedankenblitz hatte. Aber die Dortmunder schafften es auch diesmal nicht, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Und als die Kölner erneut ausgeglichen hatten, da waren es die Rheinländer, die unbedingt einen Sieg wollten und es sich auch zutrauten. Allerdings haben sie dafür dann doch nicht das Format und liefen in einen hervorragend von Kagawa eingeleiteten Konter hinein. Batshuayi überließ den Ball dem wieder verlässlich herummurksenden Schürrle, wahrscheinlich weil er noch nicht mitbekommen hat, dass man Schürrle besser nicht anspielt, will man den Ball nicht wieder ganz schnell los sein, und natürlich rennt Schürrle los und schießt aus ziemlich großer Entfernung sinnlos aufs Tor, statt einen freien Mitspieler in Szene zu setzen, und was passiert? Vom Fuß eines Kölner Abwehrspielers abgefälscht senkt sich der Tor unhaltbar zum Siegtreffer ins Tor. Ein Glücksschuss, aber da der Ball im Tor landet, fragt niemand mehr danach, ob das klug war, was Schürrle tat, denn nach den Regeln des Fußballs hätte er den Ball unbedingt abspielen müssen. Aber genau nach diesem Prinzip funktioniert z.Z. der Fußball des BVB: dem Prinzip Hoffnung und Glück. Schon die beiden Tore gegen Freiburg waren Glückstore, und richtig herausgespielt war nur das erste Tor der Dortmunder. Auf diesem Level befinden sich gerade alle sechs Mannschaften, die sich um die Plätze hinter den Bayern balgen. Leverkusen, die noch zu den stabileren Mannschaften gehören, kommen über einen torloses Remis in Freiburg nicht hinaus, das nicht etwa glücklich für Freiburg zustande kommt, sondern durchaus leistungsgerecht ist. Schalke verliert zu Hause verdient gegen den Abstiegskandidaten Bremen, während Leipzig zur Abwechslung mal wieder gewinnt, und zwar gegen den Mitkonkurrenten auf die internationalen Plätze Gladbach. Von den letzten Liga-Spielen hatten die Leipziger nur eins gewonnen, befinden sich aber trotzdem auf Platz 3, punktgleich mit den Leverkusenern, während der BVB nur mit einem Punkt weniger auf Platz 4 steht, obwohl man von den letzten vier Liga-Spielen auch nur eins gewonnen hat. Leverkusen ist 18 Punkte von Bayern entfernt, aber nur 14 Punkte von einem Abstiegsplatz. Da müsste für Bremen noch ein Euroleague-Platz drin sein.